Historisches

Mit der Schenkung des Landgutes Hesinlohe durch Herzog Tassilo III an das Kloster Schäftlarn erfährt bereits im Jahr 776 ein Ortsteil des heutigen Pullach seine erste urkundliche Erwähnung. Pullach selbst wird in einer Urkunde des Bischofs Petto von Hachinga, dem späteren Abt des Klosters Schäftlarn, die vom 08.August 806 datiert, genannt. Jedoch war dieser Platz schon bedeutend früher besiedelt. Dies beweisen die Funde einzelner Hocker- und Hügelgräber (ca. 2000 – 1500 v. Chr.), ein Urnenfeldfund südlich der alten Pullacher Kirche (ca. 1300 v. Chr.) und die sogenannten Pullacher Fürstengräber der Hallstattzeit (ca. 700 v. Chr.).
Von den Kelten zeugt lediglich ein Eisenbarrenfund und von den Römern die alte Römerstraße südlich Pullachs, die Augsburg und Salzburg verband.
Seit dem frühen Mittelalter war der Ortsname zahlreichen Lautwandlungen unterworfen; bekundet sind: Poaloh, Buoloch, Pohloh, Puelach bis zum heutigen Pullach.
Mit dem Bau der Maximiliansbahn 1854 und dem Bau der Isartalbahn 1891 entwickelte sich Pullach zu einem der bis heute gefragtesten Ausflugsziele der Münchner. 1892 entstanden in Pullach ein Bade- und ein Kurhaus an der Isar – beide blieben allerdings nur bis 1904 in Betrieb.
Ab 1894 wurde – eigentlich auf Baierbrunner Gemeindegebiet – das Wasser und später Dampfkraftwerk Höllriegelskreuth errichtet, ein weiteres Wasserkraftwerk entstand 1901 in Pullach. Diese legten den Grundstein für die Industrialisierung durch die Firmen Lindes Eismaschinen (heute Linde AG) und die Elektrochemischen Werke München (heute United-Initiators). Beide Unternehmen entwickelten sich zu weltweit agierenden, erfolgreichen Konzernen.
Pullach ist heute Standort weiterer national wie international bedeutender Unternehmen sowie zahlreicher erfolgreicher mittelständischer Firmen. Als eine der ersten Gemeinden im Münchner Umland nahm Pullach im Jahr 2005 eine kommunale Fernwärmeversorgung durch Geothermie in Betrieb.
Pullacher Eisenbahngeschichte

Von Armin Franzke
Im Zuge des Baus der Maximiliansbahn von Ulm über München nach Salzburg und Rosenheim erhielt die Gemeinde Pullach schon in der Frühzeit des bayerischen Eisenbahnbaus einen Bahnanschluss. Der erste Bahnhof entstand 1854 in Großhesselohe, zunächst noch als Endbahnhof. 1857 wurde die Bahnlinie über Holzkirchen nach Rosenheim fortgesetzt. Die hierzu gebaute Großhesseloher Isarbrücke zählte zu den ersten Eisenbahnbrücken in Deutschland, die in diesen Abmessungen ausgeführt wurde; sie blieb für die folgenden Jahrzehnte hinsichtlich Technik und Architektur richtungsweisend.
Die private Lokalbahn AG München (LAG) errichtete 1891 mit der Isartalbahn von München nach Wolfratshausen eine weitere Bahnlinie durch Pullach, die 1897/98 eine Verlängerung nach Beuerberg und Bichl erfuhr. Die noch kleine Gemeinde Pullach wurde mit den Stationen Großhesselohe Isartalbahnhof, Pullach und Höllriegelskreuth-Grünwald großzügig erschlossen.
Die frühe Elektrifizierung der Isartalbahn bis Höllriegelskreuth und der zweigleisige Ausbau in den Jahren 1896 bis 1900 zeigten die Bedeutung der Lokalbahnlinie für die Anbindung der Vororte und insbesondere für den sich stark entwickelnden Ausflugsverkehr. 1934 entstand der Haltepunkt Pullach-Gartenstadt.
1938 wurde die LAG verstaatlicht. Ab 1950 fuhren vermehrt Züge über die 1942/43 gebaute Verbindungskurve nach Solln zum Münchner Hauptbahnhof. 1964 endete der Verkehr auf der alten LAG-Strecke zum Münchner Isartalbahnhof und alle Personenzüge der Isartalbahn hatten in München Hauptbahnhof ihren Ausgang. 1972 begann der S-Bahn-Betrieb und seit 1981 ist Pullach über die S-Bahn-Linie 7 vollständig in das S-Bahn-System eingebunden.
Im Pullacher Geschichtsforum e.V. erforscht der Arbeitskreis "Eisenbahn, Industrialisierung und Ortsentwicklung" die Bedeutung der Eisenbahn in der Gemeindegeschichte. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.pullacher-geschichtsforum.de.

Präsente für Pullach-Fans:
Pullacher Schriftenreihe & Pullacher Geschichte(n)
Am Rathaus-Empfang erhalten Sie Filme über die Geschichte unserer Gemeinde auf DVD und Blu-ray sowie die Bände 2 bis 8 unserer Pullacher Schriftenreihe. Die Bände Nummer 6 und Nummer 8 können Sie zudem deutschlandweit im Buchhandel erwerben.
Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger unserer Gemeinde
| Name, Beruf | Geboren | Verstorben | Ehrenbürger seit |
| Michael Aschner, Lehrer | 14.05.1852 | 31.07.1909 | 07.05.1907 |
| Georg Gistl, 1. Bürgermeister | 24.04.1848 | 03.02.1923 | 08.07.1919 |
| Adolf Wenz, Kommerzienrat | 27.04.1840 | 26.11.1927 | 08.07.1919 |
| Wilhelm Jaiser, Oberingenieur | 21.10.1862 | 07.11.1930 | 22.07.1928 |
| Josef Breher, 1. Bürgermeister | 01.07.1884 | 06.02.1964 | 07.06.1957 |
| Emil Riedl, Prokurist | 02.03.1881 | 02.05.1960 | 09.05.1958 |
| Fritz Wöllner, Gemeinderat | 17.04.1890 | 25.09.1964 | 28.04.1960 |
| Dr. Richard Eylenburg, 2. Bürgermeister | 29.06.1881 | 06.01.1969 | 29.04.1966 |
| Josef Seidl, 1. Bürgermeister | 24.05.1906 | 18.06.2000 | 24.06.1976 |
| Charlotte Dessecker, Gemeinderätin | 07.12.1900 | 08.10.1980 | 25.04.1978 |
| Franz Scholz, Gemeinderat | 05.02.1902 | 04.04.1985 | 25.04.1978 |
| Ernst Leibrecht, Pfarrer | 22.08.1914 | 15.11.1999 | 17.10.1992 |
| André Cazes, Bürgermeister v. Pauillac | 28.02.2009 | 29.10.1994 | |
| Louis Sénillon, Bürgermeister v. Pauillac | 28.01.1930 | 20.07.2022 | 29.10.1994 |
| Dr. François Dubuc, Pauillac | 29.10.2002 | 29.10.1994 | |
| Prof. Dr. Hermann Linde | 12.11.1917 | 31.08.2015 | 29.04.2002 |
| Ludwig Weber, Altbürgermeister | 29.05.1930 | 13.11.2023 | 12.05.2004 |
| Irene Becker, Kunstmäzenin | 25.08.1923 | 20.06.2013 | 07.06.2005 |
| Rolf Becker, Verleger, Kunstmäzen | 05.06.1920 | 15.02.2014 | 07.06.2005 |
| Erwin Deprosse | 19.05.1931 | 19.05.2015 | |
| Mykola Kowalenko | 02.05.1941 | 12.01.2018 | |
| Sabine Würthner, Altbürgermeisterin | 28.09.2021 |
Ehemalige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister unserer Gemeinde
| 1946-1964 | Josef Breher | CSU |
| 1964-1984 | Josef Seidl | CSU |
| 1984-1996 | Ludwig Weber | CSU |
| 1996-2002 | Sabine Würthner | FDP |
| 2002-2008 | Dr. Stefan Detig | CSU |
| 2008-2014 | Jürgen Westenthanner | CSU |
Gebäudetafeln
Gut/Waldwirtschaft Großhesselohe
Der Ort Hesselohe („Hesinloh“) wurde erstmalig in einer Urkunde von Bayernherzog Tassilo III. 776 erwähnt. Diese überschrieb die dortigen Besitzungen von Hatto von Hesinloh geschenkweise an das Kloster Schäftlarn.
Urkunde Tassilo III. Hesinloh, 776
Um 1301 gelangte das Gut durch Kauf in den Besitz des Heilig-Geist-Spitals in München, das bis zu einem Brand (1327) vom Heilig-Geist-Orden unterhalten wurde. Nach Abzug des Ordens (1330) übernahm die Stadt München die Verwaltung von Spital und zugehörigen Gütern, dies fast 500 Jahre lang bis zur Säkularisation (1803).
Heilig-Geist-Spital München, Stadtmodell von Jakob Sandtner, 1570 (rechts unten)
Mit der Säkularisation ging der Besitz auf den Bayerischen Staat über, der diesen durch seine „Königliche Administration der Wohltätigkeitsstiftungen“ zunächst an den Münchener Cafétier Schröfl veräußern ließ (1808). Später gelangte er an weitere Unternehmer ohne langfristige Interessen oder Möglichkeiten. Einzig die Barockkapelle des Gutes, die 1698 erbaute Dreifaltigkeitskapelle, wird bis heute als Stiftung durch die Stadt München verwaltet.
Gut Großhesselohe, Zeichnung von C. A. Lebschee, 1830
Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts folgten in der Reihe der Gutsbesitzer jedoch bekannte Persönlichkeiten: Graf Jean-Baptiste Drouet d´ Erlon (1765 – 1844), ehemaliger General der napoleonischen Truppen, lebte hier ab 1818 als Exilant unter dem Namen „Baron Schmidt“ und betrieb eine erfolgreiche Gutsverwaltung. 1825 kehrte er nach Frankreich zurück. Er errichtete eine Brauerei (1820) und begründete die heutige Waldwirtschaft. Sein Sohn Hippolyte (1794 – 1840) bewirtschaftete das Gut weitere neun Jahre lang und verkaufte es 1834 an den Staatsminister Graf Montgelas (1759 – 1838), dessen Sohn Maximilian (1807 – 1870) es bis 1846 hielt. In dieser Zeit wurde das Gutsgebäude in klassizistischer Form zum „Montgelas-Schlösschen“ umgebaut und mit zwei Belvedere-Türmen versehen. Der Architekt war Jean Baptist Métivier (1781 – 1853).
Graf Jean Baptiste Drouet D’Erlon (1765 – 1844)
Graf Montgelas, Staatsminister (1759 – 1838)
Während der Jahre 1846 – 1875 folgte für das Gut Großhesselohe eine stabilere Phase. Großhesselohe hieß es mittlerweile, angeblich in deutlicher namentlicher Unterscheidung zum Kleinhesseloher See. Dieser war im Zuge der Anlage erster Areale des Englischen Gartens ab 1803 entstanden. Der neue Besitzer von Großhesselohe, Freiherr Karl von Beck-Peccoz, Papierfabrikant und Großgrundbesitzer in Augsburg und Pasing, betrieb weiterhin Brauerei, Wirtshaus und – in geringerem Maße – Landwirtschaft. An der Brauerei nahm er einige größere Investitionen vor..
Großhesseloher Kirchweih, Zeichnung, Josef Mauder (1884 – 1969)
Mit dem Bau des Staatsbahnhofs Großhesselohe (1854) erhielt auch das Gut mit seiner Gastwirtschaft Auftrieb. Die Gäste kamen in großer Zahl aus München und von weit her. Vor allem das Pfingstfest wurde üppig und zum Teil handfest begangen. Manches Bild, manche Zeichnung oder Postkarte und auch manche Polizeiakte gibt Zeugnis davon..
Montgelas-Schlösschen, erbaut zw. 1825 und 1834
Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit, 1698
Waldwirtschaft, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts
1875 kam das Gut an die Familie Kalb. Sie trieb den Ausbau von Brauerei, Biervertrieb und Gastwirtschaft voran, musste jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkennen, dass sich dies nicht mehr rentierte. Sie gab den Brauereibetrieb 1910 auf und begann die Parzellierung und den Verkauf von Gutsflächen zur Bebauung mit Villen, ehe sie das ganze Gut 1919 an die Familie Wöllner aus Ludwigshafen am Rhein veräußerte. Diese versuchte, die Landwirtschaft wieder zu beleben. Nachdem dies erfolglos blieb, wurden Parzellierung und Verkauf verstärkt aufgenommen. Die Idee einer „Villenkolonie Großhesselohe“ geht auf diese Zeit zurück. Im Jahr 1930 ging die Waldwirtschaft in den Besitz der Spaten-Brauerei über. Neben dem klassizistischen Montgelas-Schlösschen wird den Gebäuden der Waldwirtschaft und der daneben liegenden Barockkapelle Denkmalwert zugemessen. Das Montgelas-Schlösschen ist seit 1939 Eigentum und Sitz der in München gegründeten Fa. Hermes Arzneimittel der Johannes Burges Familienstiftung..
Sitz der Fa. Hermes Arzneimittel, 2017
Seitnerhof
Der heutige Name des Hofes geht zurück auf die Familie Seitner, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts Eigentümerin ist: Anton Seitner aus Lanzenhaar b. Sauerlach (1802 – 1882) erwarb 1859 den Hof auf einer Auktion. Sein Sohn Wilhelm (1846 – 1913, Hofbesitzer, Landwirt und Bürgermeister von Pullach in den Jahren 1876 – 1881), heiratete zudem in die Familie der Vorbesitzer (Westermaier) ein. Anton Seitner errichtete in den 1860er Jahren das heutige Hofgebäude.
Wilhelm Seitner, 1846 – 1913
Die Geschichte des Hofes reicht bis ins hohe Mittelalter zurück. Besitzer waren zunächst die in Pullach reich begüterten Herren von Baierbrunn. Diese gaben den Hof dem Kloster Schäftlarn, um mit den Erträgen ihre dortige Grabkapelle unterhalten zu lassen. Die Bewirtschaftung erfolgte durch Pächter, darunter im 16. Jahrhundert die Familien Sedlmaier und Stürzer, nach denen der Hof zeitweise benannt war.
Der Seitnerhof, 1992
Erst während des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1632, verkaufte das Kloster den Hof an Caspar Häckl. Der Münchener Bürger und Ratsherr kaufte damals zahlreiche Höfe und Grundflächen in der Umgebung. Im weiteren Verlauf des Krieges folgten Zerstörung und jahrelange Brache. Nach dem Krieg gab es bis Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Besitz- und Pächterwechsel. Darunter waren die Familien Gistl, Warnberger und, nach einer Brandkatastrophe im 19. Jh., die Westermaier, die den Hof wieder aufbauten.
Bauerndorf: Ansicht vom Seitnerhof bis zur Dorfkirche, 1820er Jahre
Die Familie Seitner betrieb bis 1964 Landwirtschaft. Zudem vermietete sie jahrzehntelang Zimmer an Gäste. Nach dem Tod der letzten Bäuerin, Mathilde Seitner (1909 – 1994), wurde der Hof in den Jahren 1996 – 1998 durch die Eheleute Nikolaus und Elisabeth Köhler zur Hotelanlage umgebaut.
Mathilde Seitner betrieb die Landwirtschaft bis 1964
Dem Gebäude wird wegen seiner historischen und städtebaulichen Bedeutung sowie seiner Eigenschaft als sehr weit südlich gelegener Dreiseithof mit Giebelfront und gegliederter Fassade (Putzbänder) Denkmalwert zugemessen..
Beginn des Umbaus zum Hotel, 1996
Diskussion Umbenennung Bischof-Meiser-Straße
Die Diskussion um die Umbenennung der Bischof-Meiser-Straße wurde durch einen entsprechenden Antrag des Pullacher Geschichtsforums vom 14.11.2020 angestoßen. Die Gemeinde Pullach i. Isartal machte es sich anschließend bis in das Frühjahr 2021 zur Aufgabe, die öffentlich Diskussion durch Anfragen an das örtliche Predigerseminar der VELKD, die Landesbischöfe von Hannover, Meister, und Bayern, Bedford-Strohm, und den Regionalbischof von München und Oberbayern, Kopp, vorzubereiten (vgl. Anlagen).
Für die Gemeinderatssitzung vom 27.04.2021 wurde eine Beschlussvorlage vorgelegt, die die Ergebnisse der Korrespondenz mit den Landesbischöfen, das weitere Vorgehen und eine Bürgeranhörung zur Abstimmung stellte. Der Gemeinderat stimmte auf dieser Sitzung einer Umbenennung in Dr.-Richard-Eylenburg-Straße zu unter dem Vorbehalt einer Bürgeranhörung. Diese erfolgte im Laufe der folgenden Monate. Bei den Anliegern war die Resonanz eher gering, in einem Falle wurde entschiedener Protest angemeldet.
Die Umbenennungsdiskusssion hatte jedoch gleichzeitig in der regionalen und überregionalen Presse zu erheblichem Echo geführt, das die wissenschaftliche Bewertung der Biographie Meisers und die entsprechende Umbenennungsdiskussionen in anderen Städten (v.a. München und Nürnberg) einbezog.
In der Gemeinderatssitzung vom 22.11.2021 wurde der Vorschlag, die Umbenennung der Bischof-Meiser-Straße zu vollziehen, abgelehnt. Hinsichtlich des weiteren Vorgehens brachten die Gemeinderäte, Frau Grasse, Herr Dr. Most und Herr Ptacek, den beigefügten Antrag vom 02.02.2022 ein (vgl. Anlage). Vorgeschlagen wurde nun, Informationstafeln zum Leben des Bischofs von Frau Dr. Nora Andrea Schulze erstellen zu lassen und eine Diskussionsveranstaltung vorzubereiten.
Die Tafeln wurden am 28.02.2023 dem Gemeinderat mit möglichen Standorten im öffentlichen Raum präsentiert (vgl. Beschlussvorlage vom 14.02.2023). Im Vorfeld war die Aufstellung der Tafeln im Predigerseminar der VELKD abgelehnt worden.
Der Gemeinderat beschloss am 28.02.2023, dass die Tafeln nicht im öffentlichen Raum, sondern auf der gemeindlichen Homepage gezeigt werden sollen, verknüpft mit einem QR-Code an den beiden Straßenschildern. Die Gemeindeverwaltung erhielt zudem den Auftrag, die Beschlussfassung zum Antrag des Geschichtsforums vom 04.11.2020 zeitnah vorzubereiten.
Der Gemeinderat beschloss am 28.02.2023, dass die Tafeln nicht im öffentlichen Raum, sondern auf der gemeindlichen Homepage gezeigt werden sollen, verknüpft mit einem QR-Code an den beiden Straßenschildern. Die Gemeindeverwaltung erhielt zudem den Auftrag, die Beschlussfassung zum Antrag des Geschichtsforums vom 04.11.2020 zeitnah vorzubereiten.
Erläuterungen Pullacher Straßennamen
- Adolf-Wenz-StraßeDer Ingenieur Adolf Wenz (1840 Brackenheim/Württemberg-1927 Großhesselohe) wurde 1873 Besitzer der Paul Eckhardt`schen Ziegelfabrik Großhesselohe, in der er nach einigen… Adolf-Wenz-Straße weiterlesen
- Am WasserturmDer 1898 erbaute Wasserturm diente der Speicherung von Großhesseloher Hangquellwasser und dessen Beförderung in den Forstenrieder Park und nach Schloss… Am Wasserturm weiterlesen
- Anton-Köck-StraßeAnton Köck (1842 Baierbrunn-1920 Oberammergau), Bürgermeister von 1882-1889 und 1894-1899, Gastwirt bzw. Besitzer des heutigen „Rabenwirtes“ von 1881-1899, widmete sich… Anton-Köck-Straße weiterlesen
- BadstraßeBenannt nach der „Wasser-Heilanstalt“ Bad Pullach, die 1892 auf dem Gelände einer ehemaligen Zementmühle errichtet wurde. Diese wurde durch das… Badstraße weiterlesen
- BaryschiwkaplatzZwischen Pullach und dem Rajon Baryschiwka wurde durch Bürgermeister Ludwig Weber und den Ratsvorsitzenden Mykola Kowalenko am 26.10.1990 eine Partnerschaft… Baryschiwkaplatz weiterlesen
- Beppo-Brem-WegBeppo Brem (1906 München-1990 München), berühmter Bühnen- Film- und Fernsehschauspieler, der v.a. als Darsteller in Volksstücken großen Zuspruch hatte, wohnte… Beppo-Brem-Weg weiterlesen
- BurgwegBenannt nach der Burg Schwaneck, erbaut von Ludwig von Schwanthaler (1802-1848), entworfen von Friedrich von Gärtner (1791-1847). Die Burg wird… Burgweg weiterlesen
- CharlottenwegCharlotte Dessecker, geb. Ullmann von Ereny (1900 Budapest-1980 Pullach), war die erste Frau im Pullacher Gemeinderat, Kreisrätin und langjährige Kulturreferentin.… Charlottenweg weiterlesen
- Dr.-Carl-von-Linde-StraßeProf. Dr. Carl Ritter von Linde (1842 in Berndorf/Oberfranken-1934 München), Ingenieur, setzte die von ihm erforschten Erkenntnisse zu Kältetechnik und… Dr.-Carl-von-Linde-Straße weiterlesen
- Dr.-Franz-Pollitzer-StraßeDr. Franz Pollitzer (1885 Gablonz/Neisse-1942 Auschwitz), Chemiker, begann 1911 seinen beruflichen Weg bei „Linde´s Eismaschinen“ in Höllriegelskreuth. Während der NS-Zeit… Dr.-Franz-Pollitzer-Straße weiterlesen
- Dr.-Gustav-Adolph-StraßeDr. Gustav Adolph (1876-1953), Chemiker, entwickelte zusammen mit seinem Schwager Albert Pietzsch (1874-1957) ein Verfahren zur industriellen Herstellung von Wasserstoffperoxid.… Dr.-Gustav-Adolph-Straße weiterlesen
- Emil-Riedl-WegEmil Riedl (1881 Ingolstadt-1960 Pullach), Bankprokurist, gründete unter Bürgermeister Josef Breher (1884 Heimertingen-1964 Pullach) und zusammen mit Wilhelm Vormbrock (1898… Emil-Riedl-Weg weiterlesen
- Franz-Höllriegel-StraßeFranz Höllriegel (1794 Donzdorf/Württemberg-1858 München), Steinmetz, war an zentralen Bauvorhaben König Ludwigs I. zur klassizistischen Umgestaltung Münchens mit Steinmetzarbeiten und… Franz-Höllriegel-Straße weiterlesen
- Franziskus-Festing-StraßeFranziskus Festing (1830 Hildesheim-1902 Petershausen) wurde während des Bismarckschen Kulturkampfes der 1870er Jahre aus seinem Heimatbistum Hildesheim ausgewiesen, fand Aufnahme… Franziskus-Festing-Straße weiterlesen
- Fritz-Gerlich-StraßeFritz Gerlich (1883 Stettin/Pommern-1934 Konzentrationslager Dachau), Historiker, Archivar und zeitweise Chefredakteur der Münchener Neuesten Nachrichten, trat dem NS-Regime vor allem… Fritz-Gerlich-Straße weiterlesen
- Gabriel-von-Seidl-StraßeGabriel von Seidl (1848 München-1913 Bad Tölz), berühmter Architekt, Planer bedeutender Bauwerke im Großraum München (u.a. Bayerisches Nationalmuseum, Künstlerhaus, Deutsches… Gabriel-von-Seidl-Straße weiterlesen
- Georg-Kalb-StraßeAlte Auffahrtsallee zum Großhesseloher Schlösschen. Benannt nach dem Gutsbesitzer Georg Kalb jun. (1855 Tutzing-1912 Großhesselohe), der zu Beginn des 20.… Georg-Kalb-Straße weiterlesen
- GeorgenstraßeBenannt nach Georg Kalb sen. (1838 Grafenwiesen-1883 Großhesselohe), Industrieller und Investor, Besitzer des Gutes Großhesselohe ab 1875. Sein Sohn Georg… Georgenstraße weiterlesen
- GistlstraßeGeorg Gistl (1848 Pullach-1923 Pullach), Bürgermeister von 1902-1911, setzte sich für den Bau einer neuen Wasserleitung (1902-1904) und den Neubau… Gistlstraße weiterlesen
- Gottfried-Winter-StraßeGottfried Winter (1835 Meringerau-1918 Hechenwang) war von 1890-1893 Bürgermeister. In seine kurze Amtszeit fielen die Genehmigung für den Bau von… Gottfried-Winter-Straße weiterlesen
- HabenschadenstraßeDer Maler, Radierer und Modelleur Sebastian Habenschaden (1813 München-1868 München) verweilte gerne in Pullach. Er hinterließ dem Münchner Künstlerunterstützungsverein Geld… Habenschadenstraße weiterlesen
- Hans-Keis-StraßeHans Keis (1882 Deisenhofen-1946 Pullach) war von 1931 – 1945 Bürgermeister, ab 1933 Parteimitglied der NSDAP. Trotz seiner NS-konformen Amtsauffassung… Hans-Keis-Straße weiterlesen
- HeilmannstraßeJakob Heilmann (1846 in Geiselbach-1927 München), deutschlandweit bekannter Gründer der gleichnamigen Baufirma (1871), der Isarwerke (1894), der Heilmannschen Immobiliengesellschaft (1897)… Heilmannstraße weiterlesen
- HeimstättenwegBenannt nach den Siedlungshäusern, die hier 1935 auf der Grundlage des „Reichsheimstättengesetzes“ aus dem Jahr 1920 errichtet wurden. Der Straßenname… Heimstättenweg weiterlesen
- Hermann-Roth-WegDer Schriftsteller, Dichter und Journalist Hermann Roth (1865 Neustadt/Donau-1950 Moosach bei Grafing) war der Vater des Schriftstellers Dr. Eugen Roth… Hermann-Roth-Weg weiterlesen
- HilariastraßeDer Besitzer des Gutes Großhesselohe, Georg Kalb jun. (1855 Tutzing-1912 Großhesselohe), legte bei der Umwandlung von Gutsflächen in Bauland Privatstraßen… Hilariastraße weiterlesen
- HöllererbergBenannt nach Wilhelm Höllerer (1865 Weiden-1954 Ottobrunn), der hier eine industrielle Wäscherei unterhielt, die verölte Putzwolle der Eisenbahn reinigte und… Höllererberg weiterlesen
- IndustriestraßeDer Straßenname verweist auf die Elektrochemischen Werke München (EWM) die 1911 hier ansässig geworden sind. Seit 1957 trug die Straße… Industriestraße weiterlesen
- JaiserstraßeWilhelm Jaiser (1862 Stuttgart-1930 Pullach), Oberingenieur, Betriebsleiter der Isarwerke GmbH München und Pullacher Gemeinderat, handelte mit den Isarwerken einen Vertrag… Jaiserstraße weiterlesen
- Johann-Bader-StraßeJohann Bader (1879 Pullach-1925 Pullach), Bürgermeister von 1919-1925, Landwirt. In den Jahren nach dem I. Weltkrieg setzte er sich massiv… Johann-Bader-Straße weiterlesen
- Josef-Breher-WegJosef Breher (1884 Heimertingen-1964 Pullach), von 1946-1964 Bürgermeister, setzte sich nach Ende des II. Weltkriegs für den zügigen Wiederaufbau, die… Josef-Breher-Weg weiterlesen
- Josef-Heppner-StraßeJosef-Heppner (1857 München-1915 Pullach), Bürgermeister von 1900-1902, Steinmetz und Bildhauer, war Gastwirt des „Rabenwirtes“ (1889-1915) und ab 1899 auch dessen… Josef-Heppner-Straße weiterlesen
- Josef-Seidl-PlatzJosef Seidl (1906 Lindau-2000 Pullach) war von 1964-1984 Bürgermeister. Er setzte sich für den Bau zahlreicher öffentlicher Gebäude (u.a. Gymnasium,… Josef-Seidl-Platz weiterlesen
- KagerbauerstraßeDie Straße führt durch frühere Felder der Familie Kagerbauer, die mit ihrem Bauernhof in der heutigen Habenschadenstraße 6 ansässig war… Kagerbauerstraße weiterlesen
- KalkofenbergDer Kalkofen, der hier bis 1892 in Betrieb war, diente der Gewinnung von Kalk aus Isarkieseln. Das Kalkbrennen war im… Kalkofenberg weiterlesen
- Karl-Schröder-StraßeKarl Schröder, Kommerzienrat (1876-1935), war Inhaber des Eisenwerkes Friedrich Schröder in München, langjähriger Gemeinde- und Armenpflegschaftsrat und wegen seines Engagements… Karl-Schröder-Straße weiterlesen
- MargarethenstraßeDie Margarethenstraße ist benannt nach Margarethe Pauckner, geb. Seitner (1892 Pullach-1968 München), Tochter von Wilhelm Seitner (1846 Lanzenhaar-1913 Pullach, Bürgermeister… Margarethenstraße weiterlesen
- MarienstraßeDer Besitzer des Gutes Großhesselohe, Georg Kalb jun. (1855 Tutzing-1912 Großhesselohe), legte bei der Umwandlung von Gutsflächen in Bauland Privatstraßen… Marienstraße weiterlesen
- Marille-Mayer-WegMarille Mayer (1921 München-1992 München) war als Pullacher Mundartdichterin und Musikerin bekannt und mit ihren zahlreichen Darbietungen auf örtlichen Kulturveranstaltungen… Marille-Mayer-Weg weiterlesen
- MartinshofstraßeBenannt nach einer 1921 gegründeten Geflügelfarm, die seinerzeit hinsichtlich Größe und Modernität auch überregional in Fachkreisen hohe Beachtung fand. Nach… Martinshofstraße weiterlesen
- MathildenwegMathilde Seitner (1909 Pullach-1994 Pullach), Tochter des Wilhelm Seitner (1846 Lanzenhaar-1913 Pullach, Bürgermeister von 1876 – 1881), war die letzte… Mathildenweg weiterlesen
- MetzstraßeDie Straße verläuft durch ehemalige Felder des Metzhofes. Bekanntes Mitglied der Familie Metz war Simon Metz (1906 Pullach-1984 Pullach), Bürgermeister… Metzstraße weiterlesen
- Michl-Lang-WegMichl Lang (1899 Kempten-1979 Pullach), Volksschauspieler, verkörperte humorvolle, spitzbübische Charaktere bayerischer Mundart und galt als „Urmünchner“ und Original. Er war… Michl-Lang-Weg weiterlesen
- Pater-Augustin-Rösch-StraßeAugustin Rösch (1893 Schwandorf-1963 München), katholischer Priester und Provinzial der süddeutschen Jesuiten, leistete dem nationalsozialistischen Regime vor allem wegen dessen… Pater-Augustin-Rösch-Straße weiterlesen
- Pater-Rupert-Mayer-StraßePater Rupert Mayer (1876 Stuttgart-1945 München), katholischer Priester, Mitglied des Jesuitenordens und Arbeiterseelsorger, erkannte das NS-Regime früh als menschenverachtend und… Pater-Rupert-Mayer-Straße weiterlesen
- Pfarrer-Ernst-Leibrecht-PlatzPfarrer Ernst Leibrecht (1914 München-1999 Pullach) war nach Abschluss seines Theologiestudiums und der Priesterweihe in München (1938) als Seelsorger in… Pfarrer-Ernst-Leibrecht-Platz weiterlesen
- PfeilwegNach ihrer Form benannte Straße, die zusammen mit der Straße „Im Bogen“ als „Pfeil und Bogen“ zu verstehen ist. Sie… Pfeilweg weiterlesen
- Place-de-PauillacAm 18.10.1964 beurkundeten die Bürgermeister von Pullach und Pauillac/Frankreich, Josef Seidl und André Cazes, feierlich eine Partnerschaft ihrer Gemeinden. Anlässlich… Place-de-Pauillac weiterlesen
- Prof.-Kallmann-StraßeHans Jürgen Kallmann (1908 Wollstein/Posen-1991 Pullach) war ein international bekannter Maler, der vor allem Bildnisse berühmter Personen aus Politik, Kunst,… Prof.-Kallmann-Straße weiterlesen
- RömerstraßeDie römische Straße, die bis in das 3. Jh. n. Chr. Augsburg und Salzburg verband und seit dem 19. Jh.… Römerstraße weiterlesen
- SchwanthalerstraßeLudwig Michael von Schwanthaler (1802 München-1848 München), der Schöpfer der „Bavaria“ in München, war ein über die Grenzen Deutschlands hinaus… Schwanthalerstraße weiterlesen
- SeitnerstraßeBenannt nach der Hofbesitzer-Familie Seitner, auf deren Flächen größere Teile der heutigen Gemeinde Pullach i. Isartal erbaut wurden. Erinnert wird… Seitnerstraße weiterlesen
- Sepp-Mauder-WegJosef („Sepp“) Mauder (1884 München-1969 Pullach) war ein bekannter Karikaturzeichner, Graphiker und Aquarellmaler, der seinen zahllosen Zeichnungen und Bildern meist… Sepp-Mauder-Weg weiterlesen
- SiedlerwegDie Straßenbezeichnung soll an die in den 1930er Jahren von der Gemeinde errichteten Siedlungshäuser erinnern.
- Theodor-Körner-StraßeTheodor Körner (1791 Dresden-1813 Gadebusch), Dichter und Freiheitskämpfer aus der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon, Mitglied der Lützower Schützen, schuf… Theodor-Körner-Straße weiterlesen
- Wolfgang-Meier-WegWolfgang Meier (1878 Frauenornau-1945 Dachau), der bereits eine Tochter durch Krankheit und vier Söhne im Krieg verloren hatte, versteckte nach… Wolfgang-Meier-Weg weiterlesen
- WöllnerplatzDie rheinische Unternehmerfamilie Wöllner kaufte 1919 das Gut Großhesselohe und bemühte sich vergeblich um eine landwirtschaftliche Wiederbelebung. Fritz Wöllner (1890-1964)… Wöllnerplatz weiterlesen
- WurzelseppstraßeDas „Alpenländische Kräuterhaus“, das hier 1936 seinen Betrieb aufnahm, hatte als Firmenzeichen einen „Wurzelsepp“. Gründer und Betreiber waren die Eheleute… Wurzelseppstraße weiterlesen
