Gemeinderatssitzung vom 14. Juli: Weitere Ausarbeitung der nutzungsoffenen Sanierung des Bahnhofsgebäudes beschlossen

Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 14. Juli einstimmig die weitere Ausarbeitung des nutzungsoffenen Sanierungskonzepts für das Bahnhofsgebäude beschlossen. Basis waren die von der Verwaltung präsentierten ersten Arbeitsergebnisse des beauftragten Architekturbüros „stephan koch architekten partG mbB“. Weiters wurde beschlossen, die Anträge von SPD und CSU im weiteren Verlauf der Maßnahmen weiterzuverfolgen. Diese zielen unter anderem darauf ab, künftige Nutzungen rechtzeitig im Prozess der Sanierung mitzubedenken, um dafür notwendige Planungsschritte nicht zu versäumen.

Das vorgelegte Konzept ist in zwei Sanierungsschritte unterteilt, die sich hinsichtlich ihrer Dringlichkeit unterscheiden. In Sanierungsschritt 1 sollen notwendige Maßnahmen zur nachhaltigen Instandsetzung und denkmalgerechten Sanierung umgesetzt werden. In Sanierungsschritt 2 sind empfohlene Sanierungsmaßnahmen vorgesehen.

In Schritt 1 sollen zunächst die Wartehalle und der nördliche Kopfbau inklusive der WC-Anlagen und der darüberliegenden Wohnung saniert werden.

Im nördlichen Kopfbau wurde am 5. Mai bei einer der regelmäßigen Begehungen durch die Verwaltung ein Hausschwamm zwischen der Wohnung im 1. Stock und der darunterliegenden alten WC-Anlage festgestellt. Priorität 1 bei der Sanierung hat die Behandlung des Hausschwamms und damit einhergehend die statische Ertüchtigung der maroden Decke im Bereich der alten WC-Anlage. Im Zusammenhang damit muss gegebenenfalls das Mauerwerk in diesem Bereich ertüchtigt werden. Des Weiteren sollen Maßnahmen zur anhaltenden Trocknung der Wände ergriffen werden.

Geplant ist zudem die Erneuerung und Vergrößerung der WC-Anlagen im Erdgeschoss. Neben neuen Damen- und Herren-Toiletten soll eine barrierefreie Toilette entstehen. In diesem Zuge wird vermutlich auch die Sanierung der darüberliegenden Wohnung Nord aufgrund des aufgetretenen Hausschwamms und der maroden Decke erforderlich. Damit einhergehend soll neben der neuen Eindeckung des nördlichen Dachs auch eine Dämmung erfolgen.

Die Sanierung der angrenzenden Wartehalle umfasst die Instandsetzung des Stahltragwerks, die Prüfung der bestehenden Fundamente auf Standfestigkeit und die neue Eindeckung des Blechdachs. Außerdem muss aufgrund des Denkmalschutzes die Rekonstruktion des zweiten Durchgangs in die Halle erfolgen.

Am gesamten Baukörper sind Ausbesserungen des Putzes, Sanierungen und Rekonstruktionen von Türen, Fenstern und Gesimsen sowie ein Fassadenanstrich in der ursprünglichen Farbe nötig. Zudem muss die Dachentwässerung instandgesetzt werden.

Schritt 2 umfasst die Sanierung der Wohnung im südlichen Baukörper inklusive der Dämmung und neuen Dacheindeckung, die Verbesserung der Erschließung vom Bahnsteig sowie die Verbesserung der Beleuchtung im Umgriff des Gebäudes.

Im Herbst werden die weiteren Planungsschritte vorgestellt.

16.07.2026