Auch wenn es der österreichische Liedermacher Rainhard Fendrich mit seinem Song nicht ganz so ernst gemeint hat, trifft der Titel „Es lebe der Sport“ doch wunderbar auf unsere Veranstaltung in der vergangenen Woche zu. Zusammen mit dem SV Pullach haben wir unserem Olympia-Trio Leilani Ettel, Kona Ettel und Finn Hösch im gut besuchten Sportheim einen gebührenden Empfang bereitet.

Zahlreiche Gäste, darunter auch viele kleine Fans, haben die Gelegenheit genutzt, ihre sportlichen Vorbilder hautnah zu erleben und persönlich kennenzulernen. So wurde die Autogrammstunde aufgrund des großen Andrangs kurzerhand verlängert. Kein Problem für unsere drei Athletinnen und Athleten, die sich über anderthalb Stunden Zeit für Fotos und Gespräche nahmen und damit für viele strahlende Gesichter sorgten. Ein weiteres Highlight des Abends war der feierliche Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde – für Leilani bereits das zweite Mal nach ihrem Olympia-Debüt 2022.
In der anschließenden Talkrunde mit unserem Pressesprecher Martin Rösch konnten wir mehr über das Olympia-Abenteuer der drei erfahren. Die 24-jährige Leilani und ihre 18-jährige Schwester Kona hatten im Halfpipe-Wettbewerb starke Konkurrenz, daher reichte es trotz guten Leistungen nicht für das Finale. Ähnlich erging es Finn, der mit seiner Sportart „Skibergsteigen“ olympische Premiere feierte. Im Einzel-Wettbewerb schied der 23-Jährige im Vorlauf aus, im Mixed-Wettbewerb reichte es für einen sehr respektablen siebten Platz. Auch ohne Medaillen im Gepäck wirkte das Trio im Gespräch sehr zufrieden und berichtete ausführlich vom besonderen olympischen Flair bei den Winterspielen in Norditalien. Dazu schilderten sie ihre bisherigen Karrieren, die sie auch mit großer Unterstützung der Familien vom SV Pullach auf die größte sportliche Bühne der Welt geführt haben.





Drei von insgesamt 185 deutschen Athletinnen und Athleten der Olympischen Winterspiele 2026 sind aus unserer Gemeinde – eine tolle Quote und nur eines von mehreren Beispielen für herausragende sportliche Leistungen aus Pullach in letzter Zeit. Hier sind auch Sabine Tausch und Katharina Hupfauer zu nennen. Das Kunstrad-Duo des RSV Pullach, das uns beim Neujahrsempfang so begeistert hat, hat kürzlich die internationale Premiere beim Weltcup in der Slowakei gefeiert. Ein weiterer beachtlicher Erfolg ist die Teilnahme von Triathletin Pia-Marie Pichler von den Wasserfreunden Pullach an der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Marbella Ende 2025, wo sie Platz 12 in ihrer Altersklasse belegte. Auch für die WM in diesem Jahr ist Pia-Marie bereits qualifiziert. Etwas länger zurück liegt bereits der Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft in der Tennis-Bundesliga des TC Großhesselohe im Jahr 2024 – passend zum 100-jährigen Vereinsjubiläum.
Sie sehen, wir haben in Pullach einige bemerkenswerte Erfolge im Spitzensport vorzuweisen. Darauf können wir ebenso stolz sein wie auf unser umfangreiches Breitensportangebot, das neben den genannten Vereinen unter anderem auch die Volkshochschule Pullach, die Vitalsportgemeinschaft Pullach oder der Schützenverein Schwaneck ermöglichen. Die große Wertschätzung gilt dabei nicht nur den Sportlerinnen und Sportlern selbst, sondern auch den Vereinen mit ihren zahlreichen Ehrenamtlichen. Die Gemeinde fördert dieses Engagement auch im Jahr 2026 mit finanziellen Zuschüssen für die Pullacher Vereine inklusive der Musikschule in Höhe von rund 775.000 Euro.
Darüber hinaus wollen wir für bestmögliche Bedingungen bei den Sportstätten sorgen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich schon sehr auf die neue Jugendfreizeitstätte und die neuen Sportanlagen, die derzeit an der Margarethenstraße gebaut werden. Im Untergeschoss des Gebäudes entstehen neue Umkleide- und Sanitärbereiche sowie ein Konditionsraum für den SV Pullach. Zusätzlich wird es im Erdgeschoss öffentliche WC-Anlagen geben. Die Sportanlagen bestehen aus einem neuen Rasenspielfeld, einem Kunstrasenplatz, einem Streetballplatz, einer Calisthenics-Anlage und einem modernen Skatepark, der im Rahmen von zwei Beteiligungsworkshops zusammen mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern geplant wurde.
Der Großteil der Sportanlagen wird öffentlich zugänglich sein. Durch die unmittelbare Nähe zur Jugendfreizeitstätte können Kinder und Jugendliche beide Einrichtungen nutzen, so entstehen praktische Synergien. Das neue Rasenspielfeld ist für den SV Pullach gedacht. Durch den DIN-Aufbau des Spielfelds mit Sportrasen, der unter anderem eine hohe Wasserdurchlässigkeit und Stabilität beinhaltet, wird im Vergleich zum jetzigen Stand auch in Übergangszeiten eine bessere Bespielbarkeit erreicht. Die Eröffnung der Jugendfreizeitstätte planen wir für das Frühjahr 2027. Die Fertigstellung der Sportanlagen ist bis zum Herbst 2027 vorgesehen.
Mit diesen vielversprechenden Aussichten wünsche ich unserem Pullacher Olympia-Trio sowie allen weiteren Sportlerinnen und Sportlern in unserer Gemeinde auch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg!
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanna Tausendfreund
Erste Bürgermeisterin
Fotos: Gemeinde Pullach
03.03.2026
