Die Heizperiode steht vor der Tür – und damit auch die Frage, wie hoch die Heizkosten in diesem Winter ausfallen werden. Die Antwort darauf ist nicht zuletzt davon abhängig, ob es ein milder oder ein strenger Winter wird. Aber natürlich können Sie auch selbst auf die Höhe Ihrer Heizkosten und auf Ihr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden Einfluss nehmen – vor allem, indem Sie sicherstellen, dass die Heizung richtig eingestellt ist und effektiv heizt. Das geht mit dem hydraulischen Abgleich, erklärt die Energieagentur Ebersberg-München.
Was ist das Problem?
Der hydraulische Abgleich ist ein oft unterschätzter Schritt, wenn es ums effiziente Heizen geht. Viele Heizungen in Deutschland arbeiten nicht optimal, weil das Heizwasser ungleichmäßig durch die Rohre fließt und sich die Wärme so nicht gut verteilt. Manche Heizkörper werden zu heiß, andere bleiben lauwarm. Der Grund: Das Heizungswasser verteilt sich bevorzugt in die kürzeren Rohrleitungen, während entfernt gelegene Heizkörper oft zu wenig abbekommen. Die Folge sind höhere Energiekosten, schnellerer Verschleiß der Anlagentechnik und ein geringerer Wohnkomfort.
Wie funktioniert der hydraulische Abgleich?
Der hydraulische Abgleich beginnt damit, dass ein Fachbetrieb die tatsächlich benötigte Wärmemenge für jeden Raum ermittelt. Dabei werden die Eigenschaften des Hauses berücksichtigt (Dämmung der Außenwände, Qualität der Fenster), aber auch die Lage (z. B. Keller- oder Dachgeschoss) und die Nutzung der Räume – denn es macht einen Unterschied, ob es sich bei dem jeweiligen Raum etwa um die Küche oder um das Badezimmer handelt. Anschließend stellt der Fachbetrieb die Heizungsanlage so ein, dass alle Heizkörper- oder Fußbodenheizkreise genau die richtige Menge an Heizwasser bekommen. Dazu werden die Durchflussmengen an den Heizkörperventilen angepasst und – wenn nötig – die Heizkurve, Pumpleistung oder Thermostatventile optimiert.
Ist ein hydraulischer Abgleich notwendig?
Der hydraulische Abgleich ist nach GEG § 60c (Gebäudeenergiegesetz) für neu installierte Heizungsanlagen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten verpflichtend, sofern Wasser als Wärmeträger verwendet wird. Aber auch für Bestandsanlagen ist es sinnvoll, den Abgleich durchführen zu lassen. Denn durch die gleichmäßige Verteilung benötigt die Heizungsanlage weniger Pumpenleistung und niedrigere Vorlauftemperaturen. Das spart bis zu 15 Prozent Heizenergie. Zugleich steigt der Wohnkomfort durch gleichmäßig warme Räume – kein Raum ist mehr zu kalt oder zu warm.
Wie groß ist der Aufwand?
Bei Einfamilienhäusern dauert der Abgleich meist wenige Stunden. Für die Heizungsoptimierung bekommt man 15 Prozent Zuschuss, zu beantragen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA). Bedingung: Die Anlage ist zwischen zwei und 20 Jahre alt und es wird ein Nachweis geführt.
Bei allen Fragen zum Thema Energie steht Ihnen das unabhängige Expertenteam der Energieagentur Ebersberg – München mit vielen, Großteils kostenlosen Beratungsangeboten gerne zur Seite. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular auf deren Website für alle Anfragen und beachten Sie die regelmäßigen Online-Basis-Beratungen!
Mehr Informationen: www.energieagentur-ebe-m.de/service/beratungsanfrage oder telefonisch unter 089 / 277 80 89 00.
Den Veranstaltungskalender zu kostenlosen Online-Vorträgen und Seminaren der Energieagentur Ebersberg-München rund ums Thema Energiesparen finden Sie übrigens hier: https://www.energieagentur-ebe-m.de/Themen/Termine
01.10.2025
