Vielleicht sind Ihnen in letzter Zeit die vielen Fahrzeuge von Solar-Firmen in der Hans-Keis-Straße aufgefallen? Das hat einen Grund, denn die Solar-Offensive der Gemeinde hat in diesen Tagen eine neue Etappe erreicht: Auf den Dächern der Wohnbau Pullach hat die Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP) im Auftrag der Gemeinde Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 679 kWp installiert. Das bedeutet 615.000 kWh Sonnenstrom pro Jahr. Eine Strommenge, die für 250 Dreipersonenhaushalte ausreicht.
Innerhalb des Solarausbaus auf kommunalen Dächern ist das Projekt in der Hans-Keis-Straße das größte Einzel-Projekt, auf das wir sehr stolz sind. Denn mehr Solarstrom bedeutet weniger fossile Energie und damit weniger CO₂-Ausstoß. Die Baumaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Aktuell wartet die Wohnbau Pullach zusammen mit der IEP noch auf den Anschluss an das Stromnetz.


Die neuen PV-Anlagen in der Hans-Keis-Straße sind bislang das größte Einzel-Projekt im Rahmen der Pullacher Solar-Offensive, Fotos: Ensoba GmbH.
Seit Beginn der Solar-Offensive der Gemeinde sind bereits Anlagen auf folgenden Dächern installiert worden: Bauhof, Feuerwehrgerätehaus, Gymnasium Pullach, Rathaus, Gewerbepark, Nebengebäude des Friedhofs sowie auf der Heilmannstr. 53. Außerdem konnte die IEP größere landwirtschaftlich genutzte Gebäude in Wolfratshausen mit PV-Anlagen ausstatten.
Darüber hinaus sind weitere Solar-Projekte in Planung: Auf das Dach der Heilig Geist Kirche an der Parkstraße, der Grundschule und der neuen Energiezentrale Nord in der Hans-Keis-Straße kommen ebenfalls Photovoltaik-Module. Alle Projekte zusammen bedeuten 2 Millionen kWh Sonnenstrom pro Jahr. Eine Strommenge, die ungefähr 660 Dreipersonenhaushalte pro Jahr benötigen.
Ein weiteres Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien ist gerade gestartet: Der Bohrplatzbau des neuen Tiefengeothermie-Projekts der Gemeinde – die Geothermie „Pullach Süd“ – gegenüber dem AEZ hat begonnen. Dort befindet sich bereits die dritte Bohrung der bestehenden Geothermie-Versorgung. Hier wird die IEP erneut ca. 3,5 Kilometer in die Tiefe bohren, um heißes Wasser zu fördern und den Bodenschatz zu heben. Die zusätzliche geothermische Wärme ist erforderlich, um die bisherige Versorgung unserer Gemeinde abzusichern und auf erneuerbare Vollversorgung auszubauen. Die Bohrungen beginnen voraussichtlich Anfang des Jahres 2026. Die Baustelle ist bereits abgesichert.

Wer will, kann sich den Baufortschritt im Bautagebuch ansehen, das Sie unter www.iep-pullach.de/pullach-sued finden. Wer zudem wissen möchte, was Wärme aus Tiefengeothermie im Vergleich zu Öl oder Gas kostet oder wie teuer ein Geothermie-Anschluss ist, kann sich unter www.iep-pullach.de/kunde-werden ebenfalls informieren. Mit dem neuen Projekt wird die IEP zusätzlich 50.000 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.
Apropos Geothermie-Anschluss: Bürgerinnen und Bürger, die sich an das Fernwärmenetz anschließen lassen, bekommen von der Gemeinde eine Extra-Förderung. Im Rahmen des Klimaschutzprogramms unterstützen wir den Anschluss an die Fernwärme mit bis zu 1.000 Euro.
Neben vielen weiteren Bausteinen des Förderprogramms fördern wir auch Photovoltaikanlagen (bis zu 4.500 Euro) und Balkonkraftwerke (bis zu 350 Euro). In diesem Zusammenhang weise ich Sie gerne noch auf eine derzeit laufende Initiative des Landratsamts hin. Im Rahmen einer Sammelbestellung werden noch bis einschließlich September wiederaufbereitete Balkonkraftwerke mit 20 Prozent Rabatt und kostenloser Lieferung angeboten. Das kann gerade auch für Mieterinnen und Mieter infrage kommen.
Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich am 31. Juli vom Landratsamt umfassend beraten zu lassen. Weitere Details zum Angebot und zum Workshop finden Sie online unter www.mein-landkreis-muenchen.de/discuss/strom-vom-balkon.
Es grüßt Sie herzlich
Susanna Tausendfreund
Erste Bürgermeisterin
22.07.2025
