In den vergangenen Tagen gingen bei der Polizeiinspektion Grünwald erneut mehrere Meldungen über Telefonbetrugsversuche, sog. Schockanrufe, im Gemeindegebiet Pullach ein. Um für dieses Thema zu sensibilisieren, veröffentlichen wir nachfolgend den aktuellen Hinweis der Polizei. Geben Sie die Informationen gerne auch an Familie, Freunde und bekannte weiter:
Grünwald und Pullach – Wieder vermehrt Trickbetrüger am Telefon:
In vielen der aktuellen Fälle geben sich die Täterinnen und Täter gegenüber den Betroffenen am Telefon als Ärztinnen und Ärzte aus. Sie behaupten, ein naher Angehöriger sei akut erkrankt und benötige dringend teure, lebensnotwendige Medikamente für die Behandlung. Um diese angeblich sofort zu besorgen, sollen die Angerufenen hohe Bargeldbeträge, manchmal auch Schmuck oder andere Wertgegenstände, an einen Kurier übergeben.

Viele der Betroffenen werden über einen längeren Zeitraum im Telefongespräch gehalten und gezielt unter Druck gesetzt, bis schließlich der vermeintliche Kurier an der vereinbarten Adresse auftaucht und das Geld entgegennimmt.
Die Polizei stellt klar: Dies ist eine Betrugsmasche
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamtin oder Polizeibeamter, Amtsträgerin oder Amtsträger (z. B. Staatsanwältin oder Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärztin oder Arzt aus und versuchen, die Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täterinnen und Täter, an die Vermögenswerte zu gelangen, sind meistens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.
Ob falsche Ärztin oder Arzt, falsche Polizeibeamtin oder Polizeibeamter, falsche Staatsanwältin oder Staatsanwalt – lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!
- Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
- Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie, die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
- Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!
Greiner; EPHK
05.02.2026
