Innenarchitektin statt Bürgermeisterin: So lautete der Traumberuf von Christine Eisenmann, als sie zehn Jahre alt war. Das verriet die Erste Bürgermeisterin den Viertklässlerinnen und Viertklässlern der Grundschule Pullach und der Pater-Rupert-Mayer-Volksschule, die in den vergangenen Wochen im Rathaus zu Gast waren. Rund 150 Kinder waren bei uns zu Besuch, einige zum ersten Mal. Auch für die Bürgermeisterin war es eine Premiere: Zum ersten Mal in ihrer Amtszeit empfing sie die Schülerinnen und Schüler.
Die Besuche der 4. Klassen im Herbst haben Tradition. Im Heimat- und Sachunterricht (HSU) beschäftigen sich die Kinder zu dieser Zeit mit den Aufgaben und Ämtern einer Gemeinde sowie mit demokratischen Entscheidungsprozessen. Was liegt da näher, als sich das Ganze direkt vor Ort anzusehen?





Impressionen der Schulbesuche im Rathaus: Fotos: Gemeinde Pullach
Im Großen Sitzungssaal hatten die Schülerinnen und Schüler reichlich Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden. Sie wollten wissen, wie eine Gemeinderatssitzung abläuft, wie das Rathaus organisiert ist, welche Aufgaben eine Bürgermeisterin und ihre Vertreter haben. Besonders neugierig waren sie auf Persönliches. Auf die Frage, ob sie schon mit zehn Jahren Bürgermeisterin werden wollte, antwortete Christine Eisenmann: „Mit 10 Jahren? Da hatte ich mit Politik überhaupt nichts am Hut! Ich wollte unbedingt Innenarchitektin werden, Räume gestalten und Orte schaffen, an denen man sich wohlfühlt. Der Wunsch, Bürgermeisterin zu werden, kam erst viel später, als ich schon im Rathaus gearbeitet habe.“
Eine weitere Neuheit war das Rathaus-Quiz, das die Bürgermeisterin selbst für die Kinder vorbereitet hatte. Alle konnten ihre Antworten in einen Plexiglaswürfel werfen. Anschließend zogen die Lehrkräfte zwei Namen aus dem Würfel. Die beiden Gewinner mit den richtigen Antworten durften sich über ein bedrucktes T-Shirt mit der Aufschrift „Isartaler“ beziehungsweise „Isartalerin“ freuen.
Bei der anschließenden Führung durchs Rathaus waren das Standesamt und der Trauungsraum wie immer eine der spannendsten Stationen. Dort gab es eine ganz besondere Gelegenheit: Einige Kinder ließen sich kurzerhand „trauen“ – natürlich nur zum Spaß, aber mit viel Begeisterung.
Zum Abschied erhielt jede Klasse eine offizielle Urkunde. Dazu konnten die Kinder die Lektüre „Was macht meine Gemeinde?“ mit nach Hause nehmen.
05.11.2026
