Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 20. Oktober 2026 die Vorentwurfsplanung für den Neubau der Kindertagesstätte Mäuseburg einstimmig genehmigt. Hierzu präsentierte das Architekturbüro Hrycyk Architekten die aktuellen Planungen, die im Vergleich zur Vorstellung der Machbarkeitsstudie in der Juli-Sitzung noch einmal vertieft wurden. Stark mit eingebunden war dabei das Team der AWO, das auch die zukünftige Mäuseburg betreiben wird.
Weiterhin ist auf dem Grundstück an der Margarethenstraße am Standort des bisherigen Containers in Nord-Süd-Richtung ein lang gestrecktes zweigeschossiges Gebäude in nachhaltiger Holzmodulbauweise für sechs Gruppen vorgesehen.

Visualisierung mit Gebäude und Spielbereich der neuen Mäuseburg im Rahmen der Vorplanung.

Lageplan mit Gebäuden und Spielflächen der neuen Mäuseburg im Rahmen der Vorplanung.
Erforderliche Nebennutzungen, wie beispielsweise Abstellflächen für Fahrräder und Kinderwagen, werden in einem gesonderten Nebengebäude im Zugangsbereich des Geländes vorgeschaltet. Die Außenspielflächen wurden im Vergleich zur bisherigen Planung noch einmal erweitert. Ein zusätzliches kleines Nebengebäude im hinteren Geländeteil mit Außen-WC und Außenlager ist nun ebenfalls Bestandteil der Planungen.
Im südlichen Kopfbau, der auch als Eingang zum neuen Gebäude dient, sind alle gemeinsamen Nutzungen angedacht. Hierzu zählen unter anderem der Speiseraum mit Küche im Erdgeschoss und der Mehrzweckraum im Obergeschoss.
Der sich nach Norden erstreckende Längsbau umfasst zwei Kindergarten- und vier Krippengruppen, die nach Osten auf die angrenzende Freispielfläche angeordnet sind. Ausgehend von der Treppenhalle erstreckt sich im Westen der Flur mit den Garderoben. Die großen Fensterfronten bieten dort einen direkten Blick auf den benachbarten Wald mit altem Baumbestand.
Der geplante Holzmodulbau nach QNG-Richtlinien (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) erfüllt nach wie vor hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeit. So sind unter anderem ein Flachdach mit extensiver Begrünung und vollflächiger Photovoltaikanlage sowie ein Fernwärmeanschluss mit Geothermie vorgesehen. Ein wesentlicher Aspekt bleibt auch der Hitzeschutz. Neben dem begrünten Dach, dem bestehenden Baumbestand im Westen und weit auskragenden Vordächern dienen Klappläden mit Lamellen als zusätzlicher baulicher Sonnenschutz.
Nach der aktuellen Schätzung belaufen sich die Projektkosten auf 10,8 Millionen Euro brutto. Gemäß des Ergebnisberichts des Nachhaltigkeitsmanagements ist im Rahmen des KfW-Programms eine Förderung für ein klimafreundliches Nichtwohngebäude mit QNG-Zertifizierung in Höhe von 260.000 Euro zu erwarten.
Die Verwaltung hat den Auftrag, einen Generalübernehmervertrag (GÜ) mit der Baugesellschaft München-Land (BML) abzuschließen. Der Bauantrag für das Projekt soll Anfang 2027 gestellt werden.
Der Baubeginn ist für September 2027 vorgesehen. Die derzeit im Container untergebrachten Krippengruppen ziehen dann vorübergehend in die Räumlichkeiten im Kloster St. Gabriel, während die Kindergartengruppen im bisherigen Bestandsgebäude verbleiben können.
Dank der zeitsparenden Holzmodulbauweise ist nur mit einer einjährigen Bauzeit zu rechnen, damit die neue Mäuseburg mit allen Gruppen rechtzeitig zum Kindergartenjahr 2028/29 in Betrieb gehen kann.
Um die Planungen weiter voranzutreiben, wurde in der Sitzung außerdem die Aufstellung der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 43 „Mäuseburg“ beschlossen.
29.10.2026
