In der Gemeinderatssitzung am 28. Juli wurde die Machbarkeitsstudie für den Neubau der Kindertagesstätte Mäuseburg vom 08.07.2026 durch das Architekturbüro Hrycyk präsentiert. Dazu hat das Gremium weitere Vorplanungen beauftragt, um das Projekt schnellstmöglich voranzubringen.
Beim vorgestellten Entwurf handelt es sich um ein längliches zweigeschossiges Gebäude in Holzmodulbauweise für sechs Gruppen, die variabel aus Krippen- oder Kindergartenkindern bestehen können. Das Gebäude soll auf dem Grundstück an der Margarethenstraße in Nord-Süd-Richtung am Standort des bisherigen Containers errichtet werden.
Wie für einen Neubau in Pullach üblich erfüllt das Gebäude neben der Barrierefreiheit auch hohe Kriterien der Nachhaltigkeit. Es wird an das Fernwärmenetz angeschlossen und nach QNG-Richtlinien (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) gebaut. Auch der sommerliche Hitzeschutz spielt eine wichtige Rolle. Es ist ein Gründach mit PV-Anlage vorgesehen. Die Ausrichtung des Gebäudes, vorgelagerte Überdachungen und der bereits bestehende Baumbestand sorgen für eine reduzierte Sonneneinstrahlung und Verschattung.
Zentrale Bedeutung bei den Planungen hat der Zeitplan. Die Containeranlage der Mäuseburg wird zum Kindergartenjahr 2027/28 geräumt, damit auf dem Standort innerhalb eines Jahres die neue Kindertagesstätte errichtet werden kann.

Die interimsweise Unterbringung für die aktuell zwei Krippengruppen mit 24 Kindern soll in den Räumlichkeiten des Klosters St. Gabriel erfolgen. Hierzu hat bereits Mitte Juni ein Besichtigungstermin mit mehreren Vertretern und Vertreterinnen der AWO als Träger der Mäuseburg, der Klosterverwaltung und der Ersten Bürgermeisterin Christine Eisenmann stattgefunden. Die dortigen Räume wurden bei diesem Termin für gut befunden.
Mit dem Vorlauf von einem Jahr für die notwendigen Planungen ist der interimsweise Umzug laut der AWO realisierbar. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der AWO und der Gemeindeverwaltung ist hierbei selbstverständlich. Die neue Kindertagesstätte soll dann im September 2028 zu Beginn des neuen Kindergartenjahres in Betrieb gehen.
Ein weiterer Vorteil bei den Planungen: Das alte Polizeigebäude auf dem Gelände kann auch während der einjährigen Bauzeit weiter von den Kindergartengruppen der Mäuseburg genutzt werden. Wie nach der Fertigstellung des Neubaus mit diesem Gebäude weiter verfahren wird, ist Bestandteil einer separaten zukünftigen Planung.
Die aktuelle Kostenschätzung für den Neubau vom 28.07.2026 beträgt 9,85 Millionen Euro.
Die Machbarkeitsstudie wurde vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen. Ebenso wurde das Architekturbüro Hrycyk einstimmig mit weiteren Vorplanungen beauftragt und die Baugenossenschaft München Land als Generalübernehmer für den Bau der Kindertagesstätte bestimmt.
Auf Antrag von Dr. Florian Gehring wurden im Gremium zusätzliche Beschlüsse zum Projekt gefasst, die unter anderem eine Konkretisierung der Planungen für die Übergangslösung im Kloster St. Gabriel, die Erstellung eines Verkehrskonzepts und eine Überarbeitung des Entwurfs hinsichtlich der Vergrößerung von Freiflächen und Lagerräume betreffen.
03.08.2026
