Unter unserer gewohnten Rubrik „Energiespartipp“ stellen wir Ihnen jeden Monat Anregungen der Energie Agentur Ebersberg-München vor, wie Sie Ihren Energieverbrauch senken können. Dieses Mal weiten wir den Blick jedoch etwas und rücken ein Thema in den Mittelpunkt, das nicht direkt ein klassischer Energiespartipp ist, aber für den Klimaschutz von großer Bedeutung: unsere Moore. Denn Moore sind natürliche Kohlenstoffsenken. Sie entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas CO2 und schützen so das Klima.
Was passiert in einem Moor?
In Mooren ist das Erdreich ständig nass. Abgestorbene Pflanzen zersetzen sich nur sehr langsam. Über viele tausend Jahre entsteht so Torf – eine Art natürlicher Speicher, der große Mengen Kohlenstoff enthält und so über die Jahrhunderte bindet.
Warum sind Moore so wichtig?
Moore speichern nicht nur Kohlenstoff, sondern sind auch Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen, die nur dort überleben können. Außerdem wirken Moore wie riesige Schwämme: Sie nehmen Wasser auf und geben es langsam wieder ab. So helfen sie auch beim Hochwasserschutz.
Warum wurden viele Moore früher zerstört?
Früher hat man Moore oft trockengelegt, um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen oder Torf abzubauen. Torf wurde zum Beispiel als Brennstoff oder in der Gartenarbeit verwendet. Dafür wurden Entwässerungsgräben gegraben, damit das Wasser aus dem Moor abfließen konnte. So fielen sie trocken.
Welche Folgen hat das für die Umwelt?
Wenn ein Moor austrocknet, gelangt Sauerstoff in den Boden. Dann beginnt der Torf, sich schneller zu zersetzen, und der gespeicherte Kohlenstoff wird als Kohlendioxid freigesetzt. Dadurch entstehen große Mengen an Treibhausgasen. Gleichzeitig schwindet der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten.
Was bedeutet Renaturierung von Mooren?
Renaturierung heißt, ein Moor wieder in einen möglichst natürlichen Zustand zurückzubringen. Das wichtigste Ziel ist dabei: Das Moor muss wieder nass werden. Dazu verschließen Fachleute zum Beispiel alte Entwässerungsgräben oder bauen kleine Dämme. So bleibt das Wasser im Moor und der Boden wird erneut dauerhaft feucht. Mit der Zeit können typische Moorpflanzen und Insekten wieder zurückkehren.
Kann ich dabei mithelfen?
Ja! Lokale Initiativen in ganz Deutschland fördern und unterstützen die Wiedervernässung von trocken gelegten Moorflächen. Im Großraum München etwa arbeiten die Aktion Zukunft+, CO₂-regio und der Deutsche Alpenverein zusammen. Sie sammeln nicht nur Spenden für die wertvolle Arbeit, sondern laden auch zum Moor-Mitmachtag im Südosten des Brucker Mooses (bei Aßling, Landkreis Ebersberg) am Sonntag, 14. Juni, ein. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.energieagentur-ebe-m.de/Moortag.
Bei allen Fragen zum Thema Energie steht Ihnen das unabhängige Expertenteam der Energieagentur Ebersberg-München mit vielen, großteils kostenlosen Beratungsangeboten gerne zur Seite. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular auf deren Website für alle Anfragen und beachten Sie die regelmäßigen Online-Basis-Beratungen!
Mehr Informationen: www.energieagentur-ebe-m.de/service/beratungsanfrage oder telefonisch unter 089 / 277 80 89 00.
Einen Veranstaltungskalender zu kostenlosen Online-Vorträgen und Seminaren der Energieagentur Ebersberg-München rund ums Thema Energiesparen finden Sie übrigens hier: https://www.energieagentur-ebe-m.de/Themen/Termine
01.05.2026
