30 Jahre geförderte Umweltarbeit im NEZ

Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck (NEZ) feierte am 27. September 30 Jahre Anerkennung als Umweltstation im Rahmen der Bayernweiten Woche der Umweltstationen

Am Sonntag, 27. September feierten rund 60 langjährige Wegbegleiter*innen, Kolleg*innen und Freund*innen des Naturerlebniszentrum (NEZ) sowie Familien und Bürger*innen aus Pullach ein besonderes Jubiläum mit viel Musik und guten Geschichten im Rahmen der Woche der Umweltstationen. Das 1992 gegründete NEZ ist Teil des Bildungszentrums Burg Schwaneck unter der Trägerschaft des Kreisjugendrings München-Land. Das NEZ gehört zu den ersten von inzwischen 67 Umweltstationen in Bayern und ist dankbar für 30 Jahre staatliche Anerkennung und finanzielle Förderung. In der Woche vom 26. September bis 4. Oktober machen die bayerischen Umweltstationen in allen Regierungsbezirken in Kooperation mit ihrem Dachverband, der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bayern e.V. (ANU Bayern e.V), mit vielfältigen Aktivitäten auf ihre wertvolle Bildungsarbeit für Klimaschutz, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit aufmerksam.

Fotos: Bildungszentrum Burg Schwaneck

„Natur erleben – Zukunft mitgestalten“ hat sich als Motto in 30 Jahren für das NEZ immer wieder als stimmig bewährt, denn es umfasst alles, was uns am Herzen liegt“, so die NEZ-Gründerin Anke Schlehufer: „Wir möchten Lust machen, gemeinsam eine gute Zukunft für alle mitzugestalten. Die Begeisterung für die Vielfalt und Schönheit lebendiger Natur schenkt immer wieder Kraft, uns gemeinsam zu engagieren und Projekte umzusetzen im Sinne der 17 weltweiten Nachhaltigkeitsziele.“ Als 2. Vorsitzende der ANU Bayern e.V. freute sich Anke Schlehufer zusammen mit Marion Loewenfeld, die als frühere ANU-Vorsitzende und langjährige Kooperationspartnerin anwesend war, darüber, dass die staatlichen Fördermittel auch das seit 30 Jahren erfolgreiche gemeinsame Projekt der Weiterbildung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ermöglichen. Die dritte Einheit des 15. Kurses findet ebenfalls in der Woche der Umweltstationen statt.

Unter den zahlreichen Gästen aus Pullach war als mehrjährige Unterstützerin des NEZ, Susanna Tausendfreund, ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde Pullach. Ihre jüngste Spende wurde in neue Fahrräder investiert, die bei künftigen Radlagern für Schulklassen auf der Burg zum Einsatz kommen: „Ich bin glücklich, dass wir hier einen so wunderbaren Ort für eine ganzheitlich Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen haben und werde diesen weiterhin mit allen verfügbaren Kräften unterstützen. Hier sieht man, was eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung auf allen Ebenen positiv bewirken kann.“

Die gute Atmosphäre zwischen fröhlicher Leichtigkeit, kreativer Geselligkeit und nachdenklicher Tiefe, die das Naturerlebniszentrum bei seinen Bildungsveranstaltungen verbindet, schätzen viel der Anwesenden. So waren die kleinen und großen Gäste im Alter von drei bis 80 Jahren bei der Feier am 27. September eingeladen darüber nachzudenken, was ihnen im Leben wirklich Freude macht und immer wieder neue Kraft und Zuversicht auch in Krisenzeiten schenkt. Zum Auftakt stimmten Elke Rusch und Stefan Moser mit ihrem virtuosen „tierischen Musikvergnügen“ mit Oboe und Klavier ein, dem gemeinsamen Singen und Musizieren schlossen sich viele Gäste an. Die anwesenden Kinder hatten Freude beim Bau von eigenen Klanginstrumenten wie Tamborins, Trommeln und Rasseln aus wiederverwerteten Materialien.

Mit den vielen Äpfeln aus dem NEZ-Garten hatten die Kolleginnen für das geselligen Beisammensein und dem Austausch positiver Geschichten des Gelingens Bleche voller Kuchen gebacken. Denn die 30-Jahr-Feier fand auch im Rahmen der geförderten Veranstaltungsreihe 2026 für alle Generationen rund um nachhaltige Lebensstile statt. Sie wurde von den Bildungsreferentinnen Katl Müller-Flores und Birgit Meyer ins Leben gerufen, um die wertvolle Vernetzung vieler Bürger*innen in Pullach rund um das Projekt „17 Tage – 17 Ziele“ aus dem vergangenen Jahr fortzusetzen.

Doris Knoll und Andreas Bedacht waren als ehemalige Bildungsreferent*innen und Leitungen des Bildungszentrums Burg Schwaneck ebenfalls mit ihren Familien gekommen und freuten sich zu erleben, wie das in den Jahren gemeinsam Geschaffene kreativ weiterlebt. Einig waren sich alle, dass zu den wesentlichen Faktoren des Gelingens neben den nötigen finanziellen Ressourcen die Freude gehört, gemeinsam etwas Sinnvolles und Zukunftsfähiges zu gestalten. So wachsen tragfähige Beziehungen und Netzwerke, die immer wieder neue Projekte ermöglichen. Auf diese Weise kam 2017 auch die vom Landkreis München geförderte 29++ Klimaschutzbildung zu den Aufgaben des Naturerlebniszentrums hinzu, dessen Netzwerktreffen rund um „Handlungsfähigkeit, Resilienz und hoffnungsvolle Zukunftsvisionen“ ebenfalls im Rahmen der Woche der Umweltstationen stattgefunden hat. Mehr zu den Bildungsangeboten und Projekten auf www.naturerlebniszentrum.org

08.10.2026