Man merkt es deutlich: Der Herbst ist da und die Tage werden kürzer. Die dunkle Jahreszeit nutzen Kriminelle leider gerne aus, um aktiv zu werden. Nach einer interessanten Informationsveranstaltung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs und der VBS durch Polizeihauptkommissar Fabian Manges von der Polizeiinspektion 32 in Grünwald zum Thema „Dämmerungseinbruch – verdächtige Personen und Fahrzeuge erkennen und richtig handeln“ möchte ich die Gelegenheit nutzen, auch Sie für das Thema zu sensibilisieren.

Warum gerade der Bauhof und die VBS? Unsere Kolleginnen und Kollegen sind im Herbst und Winter genau zu den Zeiten im Außendienst unterwegs, zu denen auch Einbrecher typischerweise ihr Unwesen treiben. Weil sie spätabends, nachts und frühmorgens auf unseren Straßen und Plätzen überall in der Gemeinde unterwegs sind und ihre Umgebung sehr gut kennen, können sie verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Situationen besonders schnell wahrnehmen. Deshalb ist es sinnvoll, unser Team gezielt aufzuklären und zu informieren.
Natürlich ersetzen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Polizeistreife, dennoch können die zusätzlichen „Augen und Ohren“ vor Ort sehr hilfreich sein. Am Ende sind wir alle zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen, die der gesamten Gemeinde zu Gute kommt. Wenn wir aufeinander achten, verdächtige Situationen melden und uns gegenseitig unterstützen, machen wir es Kriminellen schwer. Die folgenden Tipps der Polizei zeigen Ihnen, worauf Sie besonders achten sollten und wie Sie sich am besten schützen können.
Verdächtige Situationen erkennen und richtig handeln
Achten Sie auf:
- Personen, die scheinbar ziellos durch die Straßen laufen, vor Häusern verweilen, Fotos von Gebäuden machen oder an mehreren Türen klingeln und wieder weggehen.
- Fahrzeuge (auch E-Scooter; Fahrräder), die langsam umherfahren, wiederholt in der Umgebung parken oder auffällig lange stehen.
- Unbekannte Personen an Haustüren oder Fenstern, besonders in der Dämmerung.
So handeln Sie richtig:
- Wichtig: Eigenschutz geht vor! Verdächtige Personen nicht selbst ansprechen, nicht verfolgen und nicht fotografieren. Halten Sie Abstand und begeben Sie sich nicht selbst in Gefahr.
- Beobachten und merken: Hilfreiche Hinweise betreffen zum Beispiel Aussehen (Alter, Größe, Statur, besondere Merkmale), Sprache (Dialekt, soweit wahrnehmbar), Kleidung (Farbe und auffällige Kleidungsstücke), Gegenstände (mitgeführte Taschen, Werkzeuge etc.), Fahrzeug (Marke, Typ, Farbe, Kennzeichen) sowie die Flucht- und Bewegungsrichtung.
- Bei dringendem Verdacht (zum Beispiel Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) wählen Sie sofort die 110. Schildern Sie möglichst genau, was Sie beobachtet haben, wo sich die Personen oder das Fahrzeug befinden.
Gemeinsam stark: Nachbarschaft hilft
Einbruchschutz funktioniert am besten gemeinsam:
- Sprechen Sie mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn und verabreden Sie gegenseitige Aufmerksamkeit, besonders bei Abwesenheit.
- Sorgen Sie dafür, dass die Wohnung länger abwesender Nachbarinnen und Nachbarn bewohnt wirkt: Leeren Sie den Briefkasten, betätigen Sie öfter die Rollläden, bewegen Sie die Mülltonnen oder steuern Sie das Licht.
- Informieren Sie die Polizei umgehend über verdächtige Beobachtungen. Auch kleine Hinweise können wertvoll sein.
Das sind viele Informationen auf einmal, aber ich hoffe, dass Sie einiges davon für sich mitnehmen können. Bei offenen Fragen zur Prävention können Sie sich an die Polizeiinspektion 32 in Grünwald unter der Telefonnummer 089 641 44-0 wenden. Dazu bietet das Polizeipräsidium München eine technische Beratung zum Einbruchschutz an (E-Mail: beratungsstelle-muenchen@polizei.bayern.de, Telefon: 089/2910-3430).

Und noch eine Bitte zum Schluss: Scheuen Sie sich nicht, bei einem unguten Gefühl gleich die 110 anzurufen. Die Polizei sagt es treffend: „Rufen Sie uns an. Wir kommen lieber zweimal umsonst als einmal zu spät.“
Ich danke Polizeihauptkommissar Manges und seinem Team für die wichtige Präventionsarbeit und empfehle Ihnen, diese hilfereichen Tipps im Alltag umzusetzen. Für ein sicheres Pullach, in dem wir miteinander und aufeinander aufpassen.
Mit den Besten Grüßen
Christine Eisenmann
Erste Bürgermeisterin
13.10.2026
