Bürgerbrief: Gemeinde-Haushalt für 2026 beschlossen

Nachdem wir in der Vorwoche im Gemeinderat den Haushalt für das kommende Jahr 2026 beschlossen haben, möchte ich Sie gerne über das vorliegende Zahlenwerk informieren.

Der Vermögenshaushalt beläuft sich auf 65,7 Millionen Euro. Mit den finanziellen Mitteln setzen wir viele geplante und bereits laufende Bauprojekte im nächsten Jahr um. Die verschiedenen Maßnahmen betreffen wichtige Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge: Die Kinder- und Jugendbetreuung, die Bildung, den Wohnraum und die Pflege sowie die nachhaltige Energieversorgung durch die Geothermie. Auch verschiedene Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sind wie immer berücksichtigt.

Für den Bau der neuen Jugendfreizeitstätte, der nach dem Spatenstich im Oktober bereits in vollem Gange ist, sind im nächsten Jahr 7,6 Millionen Euro vorgesehen. Für die Aufstockung und energetische Gesamtsanierung der Grundschule fallen 4,6 Millionen Euro an und für die Errichtung des Horts an der Bahnhofstraße, der bereits im April 2026 fertiggestellt werden soll, 1,9 Millionen Euro. Bei allen drei Projekten sind das die Hauptanteile der Gesamtkosten.

Die Baugrube für die neue Jugendfreizeitstätte wurde mit GPS ausgehoben. Der erste Bereich der Bodenplatte und erste Wände sind bereits betoniert, Foto: Gemeinde Pullach.

Der Baubeginn der Kindertagesstätte in der Kreuzeckstraße ist ebenfalls für 2026 eingeplant, hier sind im kommenden Jahr bis zu 3 Millionen Euro veranschlagt. Deutlich weiter fortgeschritten ist bereits der Neubau in der Hans-Keis-Straße. Hier investieren wir weitere 3,6 Millionen Euro für 13 Wohnungen und eine Tagespflegeeinrichtung. Dazu rechnen wir im Vermögenshaushalt mit 18,0 Millionen Euro an Kapitaleinlagen und Darlehen für die gemeindliche Tochtergesellschaft IEP GmbH, die damit den Geothermie-Ausbau weiter vorantreibt.

Das Gesamtvolumen des Haushalts 2026 liegt bei 167,1 Millionen Euro, davon entfallen 101,4 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt. Mit Abstand größter Ausgabeposten bleibt die Kreisumlage, die sich gemäß vorangegangener Gewerbesteuereinnahmen von 39,8 Millionen Euro auf 54,8 Millionen Euro erhöht. Wir leisten also weiterhin einen wesentlichen Beitrag, dass der Landkreis München seine übergeordneten Aufgaben erfüllen kann.

Von den erwarteten Einnahmen aus der Gewerbesteuer für 2026 in Höhe von 59,5 Millionen Euro verbleiben somit diesmal weniger als 10 Prozent bei der Gemeinde. Nachdem wir in diesem Jahr einen Nachtragshaushalt beschlossen haben, ist unsere Planung bei den Gewerbesteuereinnahmen allerdings auch noch etwas vorsichtiger ausgefallen als ohnehin üblich.

Wir sind mit den Unternehmen, deren ausbleibende Gewerbesteuerzahlungen zum Nachtragshaushalt geführt haben, nach wie vor im engen Austausch. Daher können wir weiter davon ausgehen, dass es sich beim Rückgang der Gewerbesteuern um Einmaleffekte handelt, die unsere Einnahmen über das Haushaltsjahr 2026 hinaus nicht beeinflussen werden.

Trotz dieser positiven Prognose und der Annahme, dass wir 2027 wieder auf das gewohnte Einnahmenniveau zurückkehren, halten wir weiter an unserer vorsichtigen Finanzplanung mit ausreichendem Puffer fest. Das bedeutet, wir planen im Vergleich zum tatsächlichen Ergebnis nicht nur mit geringeren Einnahmen, sondern auch mit höheren Ausgaben. 

Die Baustelle für den Neubau in der Hans-Keis-Straße ist schon weiter fortgeschritten. Hier entstehen 13 Wohnungen und eine Tagespflege, Foto: Gemeinde Pullach.

Wie in den Vorjahren wird auch für 2026 ein ausgeglichener Haushalt durch eine Rücklagenentnahme erreicht. Trotzdem haben wir gesamtheitlich weiterhin eine stabile Finanzlage, die uns positiv nach vorne blicken lässt. Ich bin froh, dass wir mit den beschriebenen Projekten sinnvoll und nachhaltig in die Zukunft Pullachs investieren und das auch weiterhin tun können.

Was mich ebenfalls freut: Seit einigen Jahren sind wir stets die erste Kommune im Landkreis, die ihren Haushalt für das kommende Jahr finalisiert hat. Diese frühzeitige Planungssicherheit erleichtert viele Abläufe. Das gilt auch für die Auszahlung der freiwilligen Leistungen der Gemeinde, von denen die Bürgerinnen und Bürger in vielerlei Hinsicht profitieren – etwa durch das kommunale Erziehungsgeld, die Förderung der Vereine, die Zuschüsse für Musikschule und Volkshochschule oder die Förderungen nach unserem Klimaschutzprogramm.

Den Haushalt 2026 inklusive der Anlagen können Sie hier abrufen. Unsere Projektübersicht, die zusammen mit dem Haushalt vorgelegt und jährlich aktualisiert wird, finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine schöne Adventszeit!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanna Tausendfreund
Erste Bürgermeisterin