Winzerin auf der Walz

Unverhofften Besuch bekamen wir am Dienstag, 8. November, von Franziska Schilling, der laut eigener Aussage derzeit einzigen Winzerin auf der Walz. Ihre europaweite Reise führte die junge Frau bisher über verschiedene spannende Stationen zwischen Dänemark und der Türkei. Auf dem Weg nach Italien, um dort während der Wintermonate arbeiten zu können, führte ihre Walz sie nun in die Gemeinde Pullach i. Isartal.

Sie begrüßte uns, wie der Brauch es will, mit Rucksack und geschnitztem Winzerstab und trug viele gute Wünsche verpackt in einer markigen Rede im Rathaus vor. Das Pullacher Wappen ziert nun ihr Wanderbuch. Bei strahlendem Sonnenschein überreichte Geschäftsleiter Heinrich Klein ihr außerdem 50 Euro und wünschte der Arbeitsreisenden aus Radolfzell am Bodensee eine „Fixe Tippelei“. Die Nachwuchswinzerin verabschiedete sich mit der obligaten Dankesformel.

Foto: Gemeinde Pullach

„Wir freuen uns immer sehr über Besuch von Handwerkergesellinnen und -gesellen, die uns auf der Walz besuchen und viele spannende Geschichten über ihre Zeit unterwegs zu erzählen haben.“ Franziska Schilling zum Beispiel berichtete, dass man sie mitunter für eine Musikerin hielt und um eine Darbietung bat. Corona war bestimmt nicht förderlich, um den alten Brauch zu bewahren. Schön zu hören, dass aktuell wieder 400 bis 600 Gesellinnen und Gesellen – die sogenannten „Fremdgeschriebenen“ – unterwegs sind und das Brauchtum weiter am Leben halten. Wir wünschen Frau Schilling eine erfolgreiche und spannende weitere Walz.

Gemeinde Pullach