+++ Update vom 13.11.2025: Witterungsbedingt haben sich die Verkehrssicherungsmaßnahmen verzögert. Die Arbeiten sind angelaufen und werden voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen. +++
Die Deutsche Bahn (DB) hat die Gemeinde Pullach i. Isartal – ebenso wie zahlreiche private Grundstückseigentümer entlang der S-Bahnlinie – aufgefordert, angrenzende Bäume auf ihre Verkehrssicherheit zu prüfen und gegebenenfalls zu sichern. Ziel ist es, Gefahren für den Bahnverkehr durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste zuverlässig auszuschließen.
Betroffen ist auch der Waldbestand zwischen der Gabriel-von-Seidl-Straße im Süden und der Habenschaden- bzw. Kagerbauerstraße im Norden. Die Arbeiten werden von den Fachleuten der städtischen Forstverwaltung München in Kooperation mit der Gemeinde Pullach durchgeführt. Da sich in diesem Wald Bodendenkmäler in Form von Hügelgräbern befinden, erfolgt die Maßnahme in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Zudem soll der weiche Waldboden bestmöglich geschont werden: Dafür wird die bestehende Rückegasse mit Kies befestigt. So können die Seilzug-Arbeiten konzentriert und bodenschonend von dieser Trasse aus erfolgen. Zugleich trägt die Befestigung zum Schutz der archäologisch bedeutsamen Strukturen bei – ein Vorgehen, das auch die Denkmalschutzbehörde ausdrücklich begrüßt.
Die Verkehrssicherungsmaßnahmen werden voraussichtlich zeitnah ab Oktober vorbereitet und durchgeführt und nach etwa drei bis vier Wochen abgeschlossen sein. Abhängig von Witterung und den notwendigen Abstimmungen mit dem Bahnbetrieb kann es dabei zu zeitlichen Verschiebungen kommen. Neben Forstmaschinen wird auch Klettertechnik eingesetzt, um insbesondere in Gleisnähe einzelne Gefahrenbäume gezielt zu sichern.
Während der Arbeiten ist aus Sicherheitsgründen der Zugang zu weiten Teilen des Waldbestandes nicht möglich. Die Gemeinde bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese vorübergehenden Sperren und damit einhergehende Einschränkungen. Mit der Maßnahme wird nicht nur die Verkehrssicherheit an der S-Bahn-Trasse gewährleistet, sondern zugleich eine schonende Lösung umgesetzt, die den Belangen des Denkmalschutzes wie auch dem Schutz des Waldes Rechnung trägt.
30.09.2025
