Landkreis bezuschusst MVV-Jahresabos

Alle Landkreisbürger fahren mit einem MVV-Jahresticket künftig zum gleichen Preis. Die Tarifreform im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) tritt zum 15. Dezember in Kraft. 15 der 29 Landkreiskommunen (darunter auch Pullach) gehören künftig zum jetzt wesentlich erweiterten „Innenstadtbereich“, der neuen M-Zone, und zählen somit zu den wesentlichen „Gewinnern“ der Reform.

Damit jene Landkreisbürger, die nicht der neuen M-Zone zugeschlagen wurden, bei ihren Wegen nach München oder im Landkreis nicht benachteiligt werden, hat der Kreistag für Ausgleich gesorgt: Ab 2020 wird der Landkreis all jenen Besitzern eines MVV Jahresabos über den Geltungsbereich Zone M + Zone 1 sowie Zone M + Zone 1 und Zone 2 den Differenzbetrag zum Zone M-Ticket nachträglich erstatten. Landkreisbürger fahren also künftig für 522 Euro (Preis bei jährlicher Zahlung) auch in die Zone 1 bzw. in die Zone 2.

Für Landrat Christoph Göbel ist dieser Schritt nicht allein ein Akt der Gleichbehandlung aller Landkreisbürger. Er sieht darin vor allem ein verkehrspolitisches Instrument. „Mit der Bezuschussung der Jahreskarte schaffen wir einen Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger, sich dauerhaft für einen Umstieg auf den ÖPNV zu entscheiden.“

Der finanzielle Ausgleich ist zunächst auf zwei Jahre (2020 und 2021) beschränkt, nämlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem der nächste Schritt der Reform in Kraft treten soll. Folgende Voraussetzungen müssen für die Kostenerstattung erfüllt werden:

  • Erstwohnsitz im Landkreis München
  • MVV-Jahresabo der Geltungsbereiche M+1 oder M+2 (Dies gilt für folgende Zeitkartenarten: IsarCard, IsarCard 9 Uhr, IsarCard 65, IsarCardJob oder Ausbildungstarif I bzw. II.)