Der Countdown läuft: In wenigen Tagen heißt es vom 16. bis zum 19. Juli auf den Seitnerfeldern „Pullach feiert!“. Das Fest auf die Beine gestellt haben der Trachtenverein D’Hochleitner und der Burschenverein. Wir haben die Vorstände der beiden Pullacher Vereine zum Interview getroffen. Sie geben einige Einblicke hinter die Kulissen der Festorganisation, schwärmen von der großen Unterstützung im Ort und erzählen, was „Pullach feiert!“ so besonders macht.
Andreas, Lennart, schön, dass ihr euch trotz Vorbereitungsstress die Zeit genommen habt. Gebt uns doch zum Einstieg mal einen kleinen Einblick in die Vorbereitungen und Planungen. Was steckt da alles dahinter?
Andreas Tschermak (1. Vorstand D‘ Hochleitner): „Als wir vor gut zwei Jahren die erste Idee zum Fest hatten, dachten wir noch, dass wir das locker stemmen. Jetzt muss ich ehrlich sagen: Der Aufwand dahinter ist wirklich immens. Ich hätte nie gedacht, dass da so viel Arbeit drinsteckt. Gerade, weil wir keinen Festwirt haben. Im Endeffekt sind die beiden Vereine der Festwirt. Wir mussten uns das alles in Kleinstarbeit selbst aneignen, das ist schon der Wahnsinn. Zum Glück haben wir unseren grandiosen Festausschuss, bei dem jeder seine unterschiedlichen Kompetenzen hat. Der eine kennt sich im Bau- und Elektrobereich aus, der andere ist Steuerberater, wieder andere arbeiten regelmäßig im Bierzelt auf der Wiesn oder haben gute Connections in der Gemeinde. Dass sich hier zwei Pullacher Vereine zusammentun, um das Ganze zu wuppen, ist schon was ganz Spezielles.“
Lennart Hoffmann (1. Vorstand Burschenverein): „Es war ganz schön viel Aufwand, insgesamt 18 Monate mit der konkreten Vorbereitung. Wir haben Teilverantwortliche, die den Festausschuss mit der Expertise in ihrem Bereich unterstützen. Mitglieder aus dem Trachten- und Burschenverein arbeiten da super zusammen. Das ist echtes Teamwork! Um so ein Fest auf die Beine zu stellen, ist es unglaublich wichtig, gute und viele Helferinnen und Helfer zu haben. Die hatten wir und dafür sind wir auch sehr dankbar. Alleine hätten wir das sicherlich nicht geschafft.“

Ihr sprecht die Unterstützung an, was spielt da alles mit rein?
Andreas: „Man muss alle ins Boot holen. Egal, ob das die Madln, die Burschen, die Trachtler oder die Leute vom SV Pullach sind: Es ist einfach schön, wie alle versuchen, sich mit einzubringen. Und wenn man so eine geniale Gemeinde wie wir hat, die hinter dir steht, dann geht das alles. Wenn ich im Rathaus anrufe, wird mir geholfen, dasselbe gilt für den Bauhof. Es ist toll, wenn du von allen Seiten Hilfe angeboten bekommst, gerade eben auch von der Gemeinde. Das bedeutet mir persönlich schon sehr viel, weil es einfach auch eine Wertschätzung ist, für das, was wir machen.“
Lennart: „Das kann ich nur bestätigen. Auch von uns nochmals ein Dank an die Gemeinde und den Bauhof. Ohne diese großartige Unterstützung wäre das ganze Fest überhaupt nicht realisierbar gewesen.“
Das hört man doch gerne. Nach der ganzen Vorarbeit sind es jetzt nur noch wenige Tage, bis das Fest losgeht. Was für eine Bedeutung hat „Pullach feiert!“ für euch? Gerade auch mit der Heim-WM und der Fahnenweihe als Höhepunkte für eure Vereine?
Lennart: „Klar, die Weihe unserer neuen Fahne am Sonntag wird etwas ganz Besonderes. Auf diesen Moment freue ich mich schon sehr. Unsere Fahne steht für genau das, was unseren Verein eben ausmacht: Identität, Heimatverbundenheit, Zusammenhalt und Tradition. Ich freue mich riesig auf die Enthüllung und hoffe auf begeisterte Blicke. Eine herzliche Einladung an alle, am Festgottesdienst und an der Weihe unserer Vereinsfahne teilzunehmen. Nach der Mittagspause startet dann der große Festumzug. Auch hier freuen wir uns natürlich extrem über alle, die an der Strecke mit dabei sind. Hoffentlich kommen viele, die mit uns diesen Moment feiern. So ein Festumzug in dieser Größe und mit dieser Atmosphäre wird lange in Erinnerung bleiben.“
Andreas: „Auch für uns ist es etwas ganz Besonderes, diese WM bzw. das Preisplatteln um den Bayerischen Löwen hier auszurichten. Das hat bislang noch nie ein einzelner Verein gemacht, sondern immer ein Dach- oder Gauverband. Ich muss dazu sagen, dass dafür auch Conny Zechmeister ausschlaggebend war. Sie fand die Idee von Anfang an großartig und hat uns gepusht, die WM nach Pullach zu holen. Dafür bin ich ihr wirklich verdammt dankbar. Ich freue mich zudem sehr über das gestiegene Interesse an der WM, unter anderem habe ich der Augsburger Allgemeinen und der Süddeutschen ein Interview dazu gegeben. Nachdem das Interesse an dieser Veranstaltung zuletzt eher ein bisschen abgenommen hatte, erfährt das Ganze durch unser Fest jetzt wieder einen richtigen Hype.“
Sagt uns zum Abschluss noch, warum sollten sich die Pullacherinnen und Pullacher dieses Fest auf keinen Fall entgehen lassen?
Lennart: „Ein Fest in dieser Größenordnung wird es so schnell in Pullach nicht wieder geben. Deshalb nochmals mein Appell an alle: Schaut’s vorbei, feiert mit uns und erlebt dieses Wochenende mit uns gemeinsam.“
Andreas: „Es wird ein grandioses Fest für die ganze Gemeinde. In der Vorbereitung hat man schon gemerkt, dass eine Euphorie im ganzen Ort dafür entstanden ist. Wir haben unser 40-jähriges Jubiläum und die Burschen haben ihr Jubiläumsfest extra ein Jahr nach vorne gezogen, damit wir die Fahnenweihe mit reinbringen können. Dazu haben wir ein Programm, das wirklich jeden mitnimmt. Es ist ein Fest für Alt und Jung. Und ich hoffe, dass es auch genauso angenommen wird. Die Nachfrage bei den Vorreservierungen war schon enorm. Wir haben aber noch ein bisschen Platz gelassen, dass auch genug Pullacherinnen und Pullacher ins Zelt gehen können, ohne dass sie reserviert haben.“
Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch einen guten Endspurt bei den Vorbereitungen und natürlich viel Erfolg für das Fest. Bis nächste Woche bei „Pullach feiert!“.
