„Alternativer Übersetzerpreis“ für Marion Giebel

Die Pullacher Altphilologin Marion Giebel (Jahrgang 1939) wurde am 12. November mit einem „alternativen Übersetzerpreis“ geehrt. Gestiftet hat den mit 3000 Euro dotierten Preis der Verleger Dr. Dirk Ippen. Er selbst ist ein großer Freund der Antike und hat wie Marion Giebel eine enge Verbindung zu Frankfurt am Main. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festvortrags in der Charlotte-Dessecker-Bücherei statt. Hier las die renommierte Altphilologin, die seit 48 Jahren für Reclam schreibt und Autorin von sechs Monografien der rororo-Reihe des Rowohlt-Verlags ist, aus ihrem Büchlein „Plutarch – Glücklichsein“. Im Anschluss erzählte sie über ihre Studienjahre, ihr reiches Arbeitsleben zwischen „Küche und Kurie“ und ihre frühe Liebe zur Antike. Diese war bereits als Schülerin am Friedrichsgymnasium in Kassel erwacht. Bei einer Reise als 16-Jährige mit ihrem Vater nach Griechenland, so erzählte sie am Abend der Preisverleihung, legte sie in Delphi eine Hand auf eine Tempelsäule und verkündete selbstbewusst: „Die Antike gehört mir.“

Die Bücher von Marion Giebel, darunter viele handliche Bände im Taschenbuchformat, stehen in der Charlotte-Dessecker-Bücherei zur Ausleihe bereit. Für die vhs in Pullach hält sie am Mittwoch, 28. November und am Mittwoch, 5. Dezember, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr, im Bürgerhaus (Gruppenraum 1) einen Vortrag zum Thema „Odysseus – ein Heros unserer Zeit?“. Freie Plätze können unter Tel. 089/744 870-0 gebucht werden oder online auf www.vhs-pullach.de.