Klimaschutz

Warum Klimaschutz?

Unbestritten ist inzwischen, dass durch die vom Menschen verursachten Treibhausgas­emissionen die globale Durchschnittstemperatur kontinuierlich steigt. Diskutiert wird noch über die Folgen dieses Klimawandels für Mensch und Umwelt. Die internationale Staatengemeinschaft ist sich einig, dass der globalen Klimaerwärmung entgegengewirkt werden muss. Das bedeutet, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden muss. Im Energiekonzept der Bundesregierung ist festgelegt, dass Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber dem Jahr 1990 kontinuierlich senken wird: Bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent. Davon abgesehen handelt es sich bei den von uns hauptsächlich verwendeten fossilen Energieträgern unumstritten um endliche Ressourcen. Für diese stehen aktuell noch keine Alternativen in ausreichenden Größenordnungen zur Verfügung um unseren heutigen Lebensstandard zu halten.

Klimaschutz in der Gemeinde Pullach

Pullach selbst hat sich über die Ziele der Bundesregierung hinaus den Zielsetzungen der Energievision des Landkreises München verpflichtet. Bis 2050 sollen danach 60 Prozent des heutigen Energieverbrauches eingespart und die verbleibenden 40 Prozent durch regenerative Energien abgedeckt werden. Inzwischen sind diese Ziele durch das kontinuierliche Bevölkerungswachstum im Landkreis München jedoch als zu ambitioniert erkannt worden und auf den Prüfstand geraten. Derzeit ist auf Landkreisebene die Energie Vision 2.0 in Bearbeitung.

Den größten Beitrag zum gemeindlichen Klimaschutz leistet das gemeindliche Fernwärmenetz. Seit 2005 in Betrieb wird regenerative, geothermische Heizwärme aus 3500 m Tiefe gefördert und damit inzwischen nahezu alle gemeindlichen Liegenschaften, große Industriebetriebe und mehr als ein Drittel der Pullacher Haushalte mit Heizwärme versorgt. Für den Betrieb und den stetigen Ausbau des Netzes wurde die gemeindeeigene Tochter Innovative  Energie für Pullach (IEP) GmbH gegründet. Erkundigen Sie sich direkt bei der IEP, ob auch Ihr Haus an das Fernwärmenetz angeschlossen werden kann.

Klimaschutzkonzept für die öffentlichen Liegenschaften

Die Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran. Unter dem Projekttitel „Klimaschutzteilkonzept für die Gemeinde Pullach – Energetisches Einsparpotenzial bei öffentlichen Liegenschaften“ (Förderkennzeichen 03KS2300)“ wurde für ausgewählte öffentliche Liegenschaften ein energetisches Sanierungskonzept erstellt. Untersucht wurden insbesondere Pullachs Schulen und Kindergärten. In der Studie wurde der Energieverbrauch eines jeden einzelnen Gebäudes geprüft und anschließend aufgezeigt, wo und mit welchen Maßnahmen am besten Energie eingespart werden kann. Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes wurde gefördert mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

Wenngleich mit dem Anschluss der meisten öffentlichen Gebäude an die umweltfreundliche Geothermie bereits ein wesentlicher Schritt in diese Richtung getan wurde, so können durchaus noch weitere Einsparpotenziale mobilisiert werden. Noch besser als die Nutzung umweltfreundlich erzeugter Energie ist nämlich die Energie, die erst gar nicht erzeugt werden muss: beispielsweise indem die Wände oder das Dach besser isoliert werden, so dass weniger Wärme nach außen verloren geht. Neue Fenster oder auch nur der Austausch der Verglasung gegen effiziente Wärmeschutzverglasung können ebenso einen wichtigen Beitrag leisten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden nun Schritt für Schritt realisiert. Somit wird bei steigenden Energiekosten nicht nur der Gemeindesäckel entlastet. Auch das Klima profitiert von der Umsetzung dieser Maßnahmen. Denn ein geringerer Energieverbrauch geht mit geringeren Kohlendioxidemissionen einher.

Auch die Privathaushalte sind gefragt

Die Gemeinde Pullach ist bei Ihren Anstrengungen im Klimaschutz sowie beim Energiesparen auf die Mithilfe Ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Deren Energieverbrauch ist in Summe deutlich höher als die der gemeindlichen Liegenschaften. Mit einem freiwilligen Energiesparförderprogramm setzt die Gemeinde Pullach ihren Bürgern  finanzielle Anreize, den Energieverbrauch einzudämmen. Gefördert werden zum einen die Erstellung eines Energiegutachtens durch einen frei wählbaren Energieberater. Bei Einhaltung der Bedingungen des gemeindlichen Zuschussprogramms werden dann Dämmmaßnahmen am Dach, an den Außenwänden und an der Kellerdecke sowie die Erneuerung der Fenster bezuschusst. Auch für die thermografische Untersuchung von Gebäuden, den Austausch alter Heizungspumpen und für die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte (Abwrackprämie) werden Zuschüsse gewährt.

Nähere Informationen zu dem Förderprogramm erhalten Sie für die Bausteine Sanierung der Gebäudehülle, Thermografie und Heizungspumpen unter dem Menüpunkt Förderprogramme. Der Baustein Abwrackprämie ist unter dem Menüpunkt Energiesparen näher erläutert.

 

Links:

BMU-Klimaschutz-initiative

Energievision des Landkreises

IEP GmbH

Projektträger Jülich Forschungszentrum