Regional – Bio – Fair: Bewusster Einkaufen, bewusster Leben

Unter diesem Motto wollen wir Sie anregen, sich mit Ihrem Einkaufsverhalten und dessen Auswirkungen zu beschäftigen. Der Gemeinderat hat beschlossen, bei der Beschaffung durch die Gemeinde wo möglich und sinnvoll Fair Trade Produkte einzusetzen.

Warum Fair Trade? Produkte aus fairem Handel führen durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien und Kooperativen, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Entwicklungs- und Schwellenländern dazu, dass sich die Situation der Betroffenen in kleinen Schritten zum Besseren wendet. Der Kauf solcher Produkte stellt also Entwicklungshilfe im besten Sinne des Wortes dar.
Inzwischen profitieren schon über 1,5 Millionen Menschen weltweit direkt davon. Indirekt auch wir, denn ein menschenwürdiges Leben verleitet nicht dazu abzuwandern und sein Glück in anderen Ländern zu suchen.

Was können wir nun tun? Um es gleich vorweg zu sagen, es gibt kein Patentrezept. Dafür sind die Bedürfnisse eines Jeden viel zu unterschiedlich. Bei der Betrachtung von Handelsströmen kommt es außerdem auch darauf an, ökologische Aspekte nicht außer Acht zulassen. Denn durch lange Transportwege verschlechtert sich die Ökobilanz von Waren. Deshalb sollte unser Einkaufsverhalten von zwei Maximen geleitet sein:

  1. Was ich nicht (ver)brauche, führt zu keiner Umweltverschmutzung. Überlegen Sie daher vor Ihrem Einkauf, ob sie Dinge überhaupt brauchen und bereiten nur so viel zu, wie Sie verbrauchen. Jede Tasse Kaffee, die getrunken und nicht weggeschüttet wird, ist der beste Umweltschutz!
  2. „Regional – Bio – Fair“ – Das sollte Ihre Entscheidungskaskade sein. Bei Produkten, die aus der näheren Umgebung stammen, kann davon ausgegangen werden, dass alle arbeitsrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Außerdem sind die Transportwege gering, was eine vergleichsweise geringe Umweltbelastung bedeutet. Wählen Sie dann auch noch für Agrarprodukte, die biologisch erzeugt wurden, haben Sie die nachhaltigste Entscheidung getroffen. Produkte, die bei uns nicht erzeugt werden, sollten dagegen zumindest fair gehandelt sein – zumeist sind sie auch noch biologisch erzeugt. Neben Lebensmitteln die hauptsächlich im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, gibt es inzwischen fair gehandelte Produkte in fast allen Lebensbereichen. Wie Sie solche Produkte erkennen, lesen Sie in der letzten März-Ausgabe des Isar-Anzeigers und auch auf dieser Internetseite.

Abteilung Umwelt, Dr. Ralph Baasch