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Die Abteilung Umwelt informiert:

Das Entwurmungsprojekts für Füchse im Gemeindegebiet Pullach wird fortgeführt!

Um den Erfolg dieses Projekts zu halten, hat der Pullacher Gemeinderat in seiner Gemeinderatssitzung am 28.07.09 einstimmig der Verlängerung dieses Vorhabens um weitere vier Jahre zugestimmt.

Seit September 2006 läuft nun dieses von der Technische Universität München betreute Projekt sehr erfolgreich. Die Befallsrate der Füchse mit dem Kleinen Fuchsbandwurm konnte im Gesamtuntersuchungsgebiet (Pullach, Baierbrunn, Schäftlarn und Icking) innerhalb kürzester Zeit auf ein Minimum gesenkt werden. Somit sank für die Pullacher Bevölkerung auch das Infektionsrisiko erheblich. Um weiterhin die Infektionsgefährdung gering zu halten, wird das Entwurmungsprojekt noch für weitere vier Jahre fortgeführt. Dies erklärt sich aus dem Umstand, dass die Eier des Fuchsbandwurmes bis zu 1,5 Jahre überlebensfähig sind und zum anderen die Zwischenwirte wie Bisamratten mehrere Jahr alt werden können.

Was bisher geschah:
Mitte März 2007 startete die Entwurmungsaktion in den o.g. Isartalgemeinden. Alle Interessenten wurden mit Name und Adresse aufgenommen und auf Wunsch beim Start der Entwurmung mit Ködern versorgt.
Innerhalb der Gemeinden wurde die Köderauslage von Hand vorgenommen (zu Beginn des Projekts alle 4 Wochen, ab dem 03.08.07 in einem 6-wöchigen Rhythmus). Bevorzugt wurden zuerst die Gärten der Bürger beködert, die Füchse oder Fuchsbeobachtungen gemeldet hatten. Anschließend wurden nach einem vorher festgelegten Raster weitere Beköderungspunkte festgelegt. Die Handauslagepunkte wurden über ein Koordinaten-Bestimmungssystem (GPS) aufgenommen und gespeichert, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu finden. In öffentlichen Parks und Anlagen wurden ebenfalls Köder verteilt. Außerhalb des bewohnten Gebietes warf ein Flugzeug die Köder ab. Dies geschah vollautomatisch und wurde ebenfalls über GPS aufgenommen.
Von Jägern und vom Projektteam wurden bis zum Beginn der Entwurmungsaktion im März 2007 70 Füchse in einer Risikoananyse ausgewertet. Von diesen waren im Gesamtuntersuchungsgebiet 31% vom Kleinen Fuchsbandwurm befallen (in Pullach ein einziger Fall). Im ersten Halbjahr des Projekts (April – Sept. 2007) sank die Befallsrate auf 22% ab. Dabei wurde bei zwei von neun abgegebenen Füchsen eine Bandwurminfektion festgestellt. Im darauffolgenden Halbjahr, Oktober 2007 bis März 2008, lag die Befallsrate bei 17 untersuchten Füchsen bei 0%. Von April 2008 bis März 2009 hatte einer von 46 untersuchten Füchsen den Bandwurm, was einer Befallsrate von 2% entspricht.

Kosten:
Die Gemeinde Pullach hat sich bisher nicht unerheblich an den Kosten beteiligt. Diese beliefen sich für die vergangenen drei Jahre auf ingsgesamt € 52.239,-Euro. Für die kommenden vier Jahre kommen auf die Gemeinde weitere Kosten in Höhe von € 69.037,-- zu.

Wir möchten an dieser Stelle allen Pullacher Bürgern danken, die dieses Projekt bisher so tatkräftig unterstützt haben, indem Sie die Köderauslage in ihrem Garten ermöglichten.

Die Unterstützung bei der Köderauslage an Fuchsbauen im Frühsommer und Winter durch die Jäger ist ein weiterer Baustein, der das entwickelte Konzept erfolgreich gestaltet. Um auch weiterhin den Entwurmungserfolg dokumentieren zu können, bitten wir die Jäger uns durch den Abschuss von Füchsen hierin tatkräftig zu unterstützen.

Dieser Link führt Sie zum Zwischenbericht 2009 der Isartalgemeinden der TU München.

Die Bevölkerung wird weiterhin um rege Beteiligung an der Köderauslage gebeten. Bitte melden Sie sich bei Interesse direkt beim Projektteam der TU München:

- Stephanie Wermuth (0152/05352854) oder
- Dorothea Zannantonio (0172/8307260).


Sollten Sie aus Ihrem Garten eine verdächtige Fuchslosung untersucht haben wollen, wenden Sie sich bitte ans Rathaus, Abt. Umwelt, Frau Graf, Tel. 744744-80;

Fuchslosung
Fuchslosung


Unser neuer Info-Flyer: Der Ratgeber "Fuchs"

Außerdem haben wir für Sie, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der TU München, Arbeitsgruppe Wildbiologie und Wildtiermanagement, einen Ratgeber erstellt. In diesem Flyer finden Sie hilfreiche Informationen, die helfen sollen, Füchse nicht als Bedrohung oder Belästigung, sondern als Bestandteil unserer natürlichen Umwelt zu anzusehen.
Den Ratgeber finden Sie hier bzw. er liegt auch im Rathaus für Sie am Empfang zur Abholung bereit.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier auf den Seiten der TU München.


Monika Graf
Abteilung Umwelt

 
 

Ansprechpartner

Dr. Ralph Baasch
Zimmer E 17
Telefon: 089 / 744 744 - 81
E-Mail: baasch@pullach.de

Monika Graf
Zimmer E 17
Telefon: 089 / 744 744 - 80
E-Mail: graf@pullach.de


Ansprechpartner bei der TU München

Stephani Wermuth
Telefon: 0152/05352854
E-Mail: Stephani_E@web.de

Dorothea Zannantonio
Telefon: 0172 - 830 72 60

Dieser Link führt Sie zu den Seiten der TU München; dort erfahren Sie noch mehr zum Fuchsbandwurmprojekt.




Unser aktueller Flyer "Ratgeber Fuchs" liegt für Sie zur Abholung im Rathaus bereit


 
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