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Ausbreitung der hochallergenen Pflanze Ambrosia soll verhindert werden

Die Gemeindeverwaltung bittet um Ihre Mithilfe

Die Medien berichten seit geraumer Zeit über die Pflanze Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) und ihre Auswirkungen auf Mensch und Landwirtschaft. Vergangene Woche wurde auch in einer an Pullach angrenzenden Gemeinde eine Ambrosia-Pflanze gemeldet. Es handelt sich hierbei um ein Unkraut aus der Familie der Korbblütler, das ein sehr starkes Pollenallergen besitzt und heftige allergische Reaktionen auslösen kann. Die Ambrosia ist eine einjährige Pflanze, deren Samenproduktion unbedingt verhindert werden sollte. Bevor die Pflanze blüht (ab Juni bis zum ersten Frost), sollte sie eigentlich vernichtet werden.

Alle Ambrosia-Funde sollten möglichst mit Fotos in der Abteilung Umwelt der Gemeinde Pullach gemeldet werden. Bei größeren Beständen ab 100 Pflanzen wird geschultes Personal des Landratsamtes den Fundort aufsuchen, ihn digital mit GPS erfassen und Bekämpfungsmaßnahmen veranlassen.

Sollten Sie Einzelpflanzen und kleine Bestände im Garten selbst ausreißen und im Restmüll entsorgen wollen (Handschuhe bitte nicht vergessen), sollte dies generell vor der Blüte und samt Wurzel geschehen. Da die Pflanzen aber bereits seit Juni blühen, sollte zu den Handschuhen am besten noch ein Mundschutz getragen werden. Geben Sie die Pflanzen bitte in einer Plastiktüte in den Restmüll und werfen Sie sie nicht in die Bio-Tonne oder auf den Kompost. Damit die Pollen sich nicht ausbreiten, muss die Pflanze verbrannt werden.

Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen. Eine Berührung mit den Pollen löst bei vielen Menschen starken Juckreiz und Hautrötung aus. Die Pollen können vermehrt Asthma verursachen. Ambrosia ist auch ein potenzieller Schädling für die Landwirtschaft.

Die Pflanze wächst vorzugsweise auf gestörten offenen Böden, zum Beispiel an Straßenrändern, in Neubaugebieten oder auf Schutthalden. In privaten Gärten findet man sie vor allem unter Vogelfutterplätzen, denn Vogelfutter kann mit Ambrosia-Samen verunreinigt sein.

Ambrosia wird zwischen 30 und 150 cm hoch. Im Unterschied zum Gemeinen Beifuß sind ihre Stängel leicht behaart, die Blütenstände gedrungener und die Wuchsform kugelig. „Ragweed“, wie die Pflanze auf Englisch heißt, wurde vor über 150 Jahren aus Nordamerika nach Europa gebracht. Während etwa Südfrankreich, Ungarn und die Schweiz intensiv betroffen sind, breitet sich Ambrosia zunehmend auch in Deutschland aus. 2006 wurden bereits über 1.000 Ambrosiameldungen registriert. Bayern ist eines der am stärksten betroffenen Länder. Mittlerweile sind etwa 20 große Vorkommen bekannt, unter anderem entlang der Autobahnen A8 und A3.

Informationsmaterial erhalten Sie in der Umweltabteilung der Gemeindeverwaltung Pullach.

Weitere Informationen, Bilder und Meldeformular finden Sie außerdem auf den Seiten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft


 
 

Ansprechpartner

Dr. Ralph Baasch
Zimmer E 17
Telefon: 089 / 744 744 - 81
E-Mail: baasch@pullach.de

 
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