Kunst am Park: Ergebnisse des Graffiti-Workshops für Jugendliche können sich sehen lassen

Endlich Wohnort Pullach!
Auch Kermit der Frosch, Bart Simpson und der eine oder andere Pinguin haben sich für viel Lebensqualität in der reizvollen Isartalgemeinde entschieden.
Genaue Adresse: Skatepark Pullach an der Bahn.

Die Figuren sind neben zahlreichem Getier, Symbolen und Schriften das Ergebnis eines Graffiti-Workshops, den der international tätige Graffitikünstler Nils „Bert“ Jänisch an insgesamt sechs Tagen im Mai 2016 mit Jugendlichen abgehalten hat. Zwischen 12 und 17 Jahre alt waren die 30 Interessierten, die sich von Jänisch und seinem Partner Robert „Koma“ Hartmann aus Jena anfangs erst einmal das Werkzeug, also die Sprühdose, sowie verschiedene Techniken erklären ließen. Dann erst durften sie selbst Hand anlegen und eigene Ideen umsetzen.
Dem ursprünglichen Motto „Dschungel“ sind nicht alle Künstler treu geblieben, entstanden sind trotzdem überwiegend Graffitis in Anlehnung an die Natur. Ein Besuch lohnt sich. Schon allein, um Kermit den Frosch zu fotografieren, der einem am Bildschirm durch seinen 3-D-Look regelrecht entgegen kommt.

Jänisch, spezialisiert auf Fotorealismus, bezeichnet sich selbst als Fassadengestalter und Graffitikünstler. Hartmann hingegen ist auf Buchstaben spezialisiert und folglich eher für die Schriften zuständig. Das Finetuning an den Werken der Jugendlichen haben sie gemeinsam gemacht, das heißt Linien nachgezogen und Effekte gesprüht. Mehr als 150 Quadratmeter und um die 15 Flächen sind auf diese Weise mit vielen interessanten und charmanten Graffitis versehen worden. 440 Dosen haben die beiden für ihre Auftragsarbeit im Namen der Gemeinde Pullach gebraucht. Diese hatte entschieden, professionelle Graffitis anbringen zu lassen, da immer öfter gesetzeswidrige und technisch schlecht umgesetzte Schmierereien das Image dieser unabdingbaren Jugendkultur in Verruf bringen. Illegale Graffitis muss die Gemeinde auf eigene Kosten entfernen lassen, wenn die Täter nicht bekannt sind. Die Mitarbeiter des freiraum², die den Workshop organisiert hatten, werden darauf achten, dass die Werke möglichst lange erhalten bleiben.

Wer sich für Graffiti-Workshops interessiert, kann sich an Patrick Garcia vom freiraum² wenden, www.freiraumhoch2.de.