Geplanter Neubau in der Hans-Keis-Straße

Bezahlbarer Wohnraum in Pullach ist knapp. Rund einhundert Familien oder Einzelpersonen stehen im Durchschnitt auf der Warteliste für die Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Pullach im Isartal mbH. Hinzu kommen derzeit zehn dringliche Anträge auf eine altengerechte Wohnung. Seit mindestens zwei Jahrzehnten schon steht der Garagenhof auf dem Gelände der Wohnungsbaugesellschaft in der Hans-Keis-Straße gegenüber des Kindergartens Isarspatzen zur Diskussion für eine Bebauung.

© Haas + Hansmair Architekten
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Nun plant die Wohnungsbaugesellschaft dort einen Neubau, um neuen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, was in der Gemeinde Pullach mit dem sehr begrenzten Platz eine besondere Herausforderung darstellt. Der Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft und der Gemeinderat haben sich für einen Entwurf entschieden, der das Potenzial des Geländes zwar nicht vollständig ausschöpft, aber eine große Anzahl an Wohnungen vorsieht.

© Haas + Hansmair Architekten
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Je nachdem, wie die Wohnungen des Mehrfamilienhauses letztendlich zugeschnitten werden, können in dem Bau mit zwei Tiefgaragengeschossen, Erdgeschoss, drei Ober- und einem Terrassengeschoss 23 bis 30 Wohnungen entstehen. Das geplante Haus des Architekturbüros Haas + Hansmair aus München ist aber auch aus vielen anderen Gründen äußerst interessant und eine Bereicherung für unsere Gemeinde: Das Konzept des Gebäudes ist geprägt durch moderne Gestaltung, ist innovativ in Aufteilung und technischer Ausstattung, sieht einen hohen Energiestandard vor und ist barrierefrei. Ein Aufzug geht von der Tiefgarage in alle Etagen.

© Haas + Hansmair Architekten
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Mindestens eine Etage soll speziell behindertengerecht ausgestattet werden und somit für Menschen mit schwereren Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen zur Verfügung stehen. Dieses Konzept ist auch für altengerechtes Wohnen tauglich, Platz für Pflegebetten inklusive.

© Haas + Hansmair Architekten
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Unterschiedliche Wohnformen und neue Wohnkonzepte wie generationenübergreifendes Wohnen, Senioren-Wohngemeinschaften oder Wohnmöglichkeiten mit und für Menschen, die durch Behinderungen eingeschränkt sind, können in diesem Bau verwirklicht werden. Geplant ist, im Frühjahr 2016 mit dem Bau zu beginnen, so dass die Wohnungen ab Mitte 2017 bezogen werden können.

Um langfristig weitere Wohnungen zu schaffen, gibt es zusätzlich auch Überlegungen, einige der bestehenden Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft aufzustocken, wenn beispielsweise das Dach sowieso erneuert werden muss – aber zunächst konzentrieren sich Wohnungsbaugesellschaft und Gemeinde auf den Neubau in der Hans-Keis-Straße. Die Finanzierung übernimmt die Wohnungsbaugesellschaft aus eigenen Mitteln.

 

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