Rotfichte aus Forstenrieder Park wird neuer Maibaum

Nun habe ich also doch länger als unser 13. Maibaum „durchgehalten“. Sie erinnern sich vielleicht? Der 1. Mai 2014 war für uns beide sozusagen der erste Tag im Amt. Nach dem Besuch des „Maibaum-Sachverständigen“ im vergangenen Jahr allerdings war klar, dass der alte Stamm aus Sicherheitsgründen kein weiteres Jahr stehen bleiben darf. Und so haben ihn die Feuerwehr und der Bauhof Anfang des Jahres Stück für Stück weggesägt. Anders als für eine Bürgermeisterin sind für einen Maibaum aber auch schon vier Jahre Standhaftigkeit beachtlich und ausreichend, finde ich – zumal unserer 30 Meter hoch war. Schließlich musste er einigen Unwettern, Regen, Schnee und Hagel trotzen, auch wenn es in den vergangenen vier Jahren durchaus sonnige Sommer gab.

Lange wird der Maibaumständer aber nicht leer bleiben. Wir haben bereits einen würdigen Nachfolger gefunden: eine mehr als 37 Meter lange, 113 Jahre alte Rotfichte aus dem Forstenrieder Park. Der 1. Mai 2018 rückt immer näher und so liegt sie schon frisch gehobelt und geschliffen geschützt unter einer Plane neben der recht versteckten Wachhütte unseres Burschenvereins hinter dem Bolzplatz an der Margarethenstraße. Bald wollen die Burschen ihn grundieren und weiß-blau lackieren, damit sie ihn am 29. April an der Maibaumwiese an der Schwanthaler Straße aufstellen können. Dort findet in diesem Jahr am 30. April auch der Tanz in den Mai statt sowie am 1. Mai das Maifest. Beides richtet heuer wieder der Burschenverein aus. Ich möchte Sie, liebe Pullacherinnen und Pullacher, ganz herzlich dazu einladen. Die Pullacher Blasmusik wird spielen, es gibt Getränke und Gegrilltes. Auf keinen Fall verpassen sollten Sie gegen 12 Uhr den Einzug der Tanzpaare mit der Maibaumfahne. Sobald diese gehisst ist, werden die Pullacher Burschen und Madln zur Quetschn-Musik von Erhard Hauptenbuchner um den Baum tanzen. Seit zwei Monaten üben sie dafür nun schon mit dem Trachtenverein D’Hochleitner.  

Bis sie zeigen können, was sie einstudiert haben, müssen sie aber noch den Maibaum bewachen. Nicht, dass es unserer Gemeinde ergeht wie in den Jahren 1976, 2006 und 2010, als die Unterbrunner Maibaum-Räuber zuschlugen. Seit dem 17. März bewachen unsere Burschen nun schichtweise 24 Stunden täglich das gute Stück. Über Unterstützung freuen sie sich dabei immer. Wer Glück hat, kann sie auch beim Arbeiten am Baum erleben. Die Besucherinnen und Besucher sollten allerdings bitte möglichst ohne Auto kommen oder es zumindest im Parkhaus abstellen, da die Zahl der Parkplätze in der Margarethenstraße begrenzt ist.

Schon jetzt möchte ich allen Wach-Helfern danken und darüber hinaus den Kollegen vom Bauhof, die vor allem beim Aufbau des Festplatzes mit anpacken werden, sowie der Feuerwehr, die unseren Burschen wieder mit Rat, Tat und Drehleiter zur Seite steht.

Ich hoffe, wir sehen uns unterm neuen Maibaum!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanna Tausendfreund
Erste Bürgermeisterin

10. April 2018

Der eine kommt, der andere geht: Feuerwehr und Bauhof haben unseren 13. Maibaum aus Sicherheitsgründen im Januar entfernt. Bursche Christoph Gottschalk fährt für letzte Feinheiten noch einmal mit dem Hobel über den Stamm des 14. In den nächsten Tagen wird dieser grundiert und lackiert. Das zweifarbige Muster später entsteht übrigens mit Hilfe eines Bandes, das vor dem blauen Anstrich um den Baum gewickelt wird.