Baubeginn von Mehrfamilienhaus in der Hans-Keis-Straße

Bezahlbare Mieten, modernes Passivhaus mit 20 Wohnungen und einer integrativen Wohngemeinschaft – Pullach wappnet sich für die Zukunft

Die gemeindliche Wohnungsbaugesellschaft Pullach mit Geschäftsführer Herbert Mesch baut in der Hans-Keis-Straße 26 a ein Mehrfamilienhaus. Am 3. März 2017 ist Spatenstich, im Sommer 2018 sollen die Wohnungen bezogen werden können. Errichtet werden 21 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 27 und 120 Quadratmetern. Im Erdgeschoss ist eine davon für eine integrative Wohngemeinschaft mit 284 Quadratmetern vorgesehen. Pullacher Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung bekommen so die Möglichkeit eines betreuten Wohnens außerhalb von Heimen. Auch für ältere Menschen ist das Haus ideal, da es barrierefrei gebaut wird.

Insgesamt sind es 1.578,40 Quadratmeter Wohnfläche. Sechs Wohnungen werden so groß sein, dass sie für Familien mit mehreren Kindern geeignet sind. Bislang hat die Wohnungsbaugesellschaft nur wenige große Wohnungen im Angebot. Geschäftsführer Herbert Mesch freut sich über diese familienfreundliche Maßnahme. Aber auch über die bezahlbaren Mieten: „Wir rechnen damit, die Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von etwa 12 Euro anbieten zu können. Damit liegen wir um die sechs Euro unter dem ortsüblichen Mietpreis pro Quadratmeter.“

Die zweigeschossige Tiefgarage wird über 86 Stellplätzen für PKWs verfügen. Acht Stellplätze werden behindertengerecht mit einer Breite von 3,5 Metern sein. Bewohner aus den benachbarten Häusern der Wohnungsbaugesellschaft haben die Möglichkeit dort auch Stellplätze anzumieten. Denn der Neubau wird auf dem alten Garagenhof gebaut, der bereits im letzten Jahr abgerissen wurde.

Dass das Haus zukunftsorientiert ist, darauf legen die Wohnungsbaugesellschaft und die Gemeinde Pullach großen Wert. Die Aufsichtsratsvorsitzende, Susanna Tausendfreund, äußert sich begeistert: „Als Passivhaus wird es sehr gut gedämmt und benötigt daher nur sehr wenig Energie. Und ganz ist meinem Sinne ist es auch, dass die Außenwände aus dem schönen und nachhaltigen Material Holz sein werden.“ Außerdem werden die Wohnungen mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, was neben der Energieeinsparung auch einen hohen Komfort für die Bewohner bedeutet. Denn perfekt und automatisch gelüftet kann es nicht mehr zu Schimmelbildungen in den Wohnungen kommen.

Eine Besonderheit stellt die Konstruktion dar. Das Haus wird fast keine tragenden Innenwände haben. Man ist folglich bei der Grundrissgestaltung in Zukunft frei, sofern der Bedarf besteht, Wohnungsgrößen zu verändern.

Germar Hansmair vom Architekturbüro Haas + Hansmair Architekten aus München meint: „Unser Ziel war es, die parkartigen Freiräume zwischen den einzelnen Häusern zu erhalten. Es war uns wichtig, dass sich der Neubau trotz seiner Größe in die bestehende Struktur der Siedlung einfügen wird.“

Februar 2017

Westansicht, © Haas + Hansmair